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Sevilla zwanzigtausend Meiereien und Dörfer, jetzt aber kaumeinige hundert!
Nach vor Mittag kamen wir in Sevilla an. Es war mirlieb, diese Stadt zu sehen, welche die größte Von Spanien ist,und in der unübersehbaren Ebene am Guadalquivir dem Fremd-ling einen tmponircndcn Anblick gewährt. Aber auch Sevilla klagtdie grausamen Thorhciten der spanischen Herrscher an. Sic isttief herabgesnnke» von ihrer ehemaligen Hoheit. Wir fuhren imInnern der Stadt über weitläufige Plätze, denen Häuser mangel-ten, und neben unzähligen Gärten vorüber. Die Volksmenge,welche wir durch den Maßstab von der Größe Sevilla's zn er-warten berechtigt waren, fehlte. Am meisten begegneten »ns aufallen Gassen Mönche, und Immer wieder Mönche. Kein Wunder!Man berechnet die Anzahl der Pfründen inner den Ringmauerndieser einzigen Stadt ans die überschwängliche Summe von bei-nahe vier Tausenden! Nur ein einziges Kloster, und das ein-zige, welches wir wegen seiner Außerordentlichkeit, noch mehraber um ClcrmontS seltsamen Tränmcrctcn ein Genüge zn thun,besuchte», nährt im Umfange seiner Mauern an drittchalbhnndcrtMönche! — Nom selbst kann kaum dergleichen Beispiele anfweisen.
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Ich erklärte mcittcm-Rciscgcfährten, daß ich Sevilla sobaldnicht verlassen würde. Er war damit n,n so lieber zufrieden, daer ans die Weissagung seines Traumes ans Earmona hin, festdarauf zählte, in diesem Labyrinth von Häusern, Klöstern »ndGärten die Schöne seines Herzens zu finden. Was noch wunder-barer war, sein Traum hatte ihn nicht belogen. Wohl sahen wirdie reizende Mcniea wieder; aber, o Himmel! unter welchen Ver-hältnissen! Clcrmont selbst verfluchte den Augenblick, der seine