Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
Seite
302
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„Toll Mcnica dort den Schleier nehmen?"

„Ei behüte! Es ist nur ein Franziskaner-Mönchskloster/'

„Aber in welcher Provinz?"

„Gott weiß es, ich nicht! — Sie müffcn es suchen. Es istnicht mehr, als billig, mein Herr, die Liebe will ihre Prüfungen,"rief Juliettc mit schelmischem Lächeln, und hüpfte davon.

Eilends sucht' ich meinen unglücklichen Freund. „Frohe Bot-schaft! ich weiß nun, wo der Flüchtling ist!"

„Wohin? wohin?" schrie Elermont, und sprang auf und Freudeblitzte aus seinen Augen.

„Zum Franziskaner-Mönchskloster Saapto de Saagim."

„Wer sagt's?"

„Juliette."

„Saapio de Saagim? Wo licgt's?"

„Eben das müffcn wir noch erfahren."

Elermont erdrückte mich fast vor Freuden in seinen Armen.„Nun bin ich geborgen!" rief Elermont: „Packen wir ein. Nochheut wollen wir fort!"

6 .

Die ganze Familie der Madame Dumouli» war Mittags wie-der um ihren Tisch versammelt. Mau sprach von häuslichen Ein-richtungen, und von den Tagen, an welchen sich abwechselnd voneinem zum andern die gesammte Verwandtschaft beisammen findenwolle. Wie glücklich waren sic Alle! Man konnte diesen KreisVon Fröhlichen nicht sehen, ohne ihr Entzücken zu theilen.

Elermont hatte sich mit den Vorrüstungen zur Reise etwasverspätet. In eben dem Augenblick, als er ins Zimmer trat, fragt'ich: „Wer kann mir denn sagen, in welcher spanischen Provinzdas Kloster Saapio de Saagim liegt?"