Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
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303
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Es antwortete von Men Keiner. Madame Dninoulin wandtesich gegen das Fenster; aber cs war-mir nicht entgangen, daß sichihr Gesicht bei meiner Frage entfärbt hatte. — Clermont wieder-holte meine Worte. Madame Dmnoulin verließ das Zimmer; dieUcbrigen gestanden mit Unbefangenheit, daß sie nie den Namendieses Klosters hätten nennen hören. Selbst Fanchon wußte vondiesem Kloster nichts."

Ich ging hinaus, Madame Dnmvnlin zu suchen. Ihr Erblassenhatte sie vcrrathen. Sie allein konnte uns Auskunft geben. Sieläugncte mir ab, außer dem Namen, der ihr zufällig von Me-nica's Mutter genannt worden sei, von dem Orte einige Kcnnt-n!ß zu haben. All mein Bitten war vergebens. Und da ich ihrzuletzt sogar, um sie aufs Aeußerste zu treiben, gestand, ich hätteihre Bestürzung bemerkt, erklärte sie, ich müßte mich getäuschthaben. Ich wollte die Ausflucht nicht gelten lassen.

„Wohlan, wenn Sie sich nicht geirrt hätten," erwicderte sic,„wenn ich wirklich erschrocken gewesen wäre, so würde dies Ihnenein vollgültiger Beweis gewesen sein, daß ich ans wichtigen Ur-sachen nicht gern diesen Namen von Ihnen anssprechen hörte.Und wäre dies wirklich der Fall, so würd' ich Sie bitten müssen,nicht über das Warum? weiter in mich zu dringen. Im ganzenErnst aber versicher' ich Sie, ich habe von dem Orte weiter nichtdie mindeste Kunde."

Dabei blleb's nn». Madame Dnmvnlin war zn keiner weiternErklärung zu bewegen. — Clermont sprach über Tische von nichts,als seinem unbekannte» Saapio de Saagim. Geflissentlich lenkteMadame Dumonlin das Gespräch wieder davon ab, so oft er daraufkam. Auch bemerkt' ich, daß Juliette bei Tische ungewöhnlich stillund ernst blieb; daß Madame Dumonlin minder freundlich, alssonst, gegen sie war; daß beide fast niemals einander das Wort