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an ihre Brust geschlossen, »nd starrte sie unbeweglich an, alswollte sic die Antwort ans ihrem Gesicht lesen.
„Still!" entgcgnete leise die Fremde und faltete die Stirn,als wäre sie nnwillig, wegen einer Unvorsichtigkeit.
„O Donna Eleonora, Sie wissen es. Sagen Sie mir's. Ister hart gehalten in seinem Kerker? Ist er krank? Ach, lebt ervielleicht nicht mehr?"
„Das weiß ich, er lebt noch. Mehr aber ist mir unbekannt!"erwiedcrte die Fremde und legte bedeutungsvoll zwei Finger aufihren Mnnd.
Colin kam und zog seine schöne Braut in einen der tanzendenHansen. Ich folgte dem seligen Paar und mischte mich unter dietni Kreise stehenden Zuschauer. Fanchon, an die Brust des Lieb-lings geschmiegt, gaukelte leicht, wie eine Shlside, nach dem Taktder Musik über den blühenden Rasen hin. Plötzlich verlor sic miteinem Freudengcschrci den Takt und den Tänzer, und ei» anderesMädchen that, wie sie, sprang aus dem Tanze, schrie: „Fanchon!"und umarmte mit zärtlicher Innigkeit die Brant, welche zehnmalhinter einander: „Mcnica! Menica!" rief.
Nur den Tanz der Andern nicht zu unterbrechen, traten beideMädchen ans die Seite. Ihre verlassenen Tänzer folgten den Tren-lvSgewvrdenen. Colin war der eine, und mein Freund Cler-mont der andere.
Ich erstaunte, wie ich Clcrmont sah. Sein ganzes Wesen warverändert. Seine Wangen glühten, sein Odem flog schnell; dashöchste Entzücken strahlte ans seinen Geberde». Mit unverwandtenBlicken hing er an Menica, seiner Tänzerin. Ich stand danebenund er bemerkte mich nur nicht. So hatt' ich ihn noch nie ge-sehen. — Ich drückte ihm die Hand, und flüsterte ihn: lächelndins Ohr: „Armer Clermont!" Aber er horte mich nicht an.
In der That, ein schöneres, weibliches Wesen, als diese junge