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„Ach!" seufzte sie »»d weinte nun wieder lauter: „Ich darfcs Ihne» doch nicht, »nd Niemandem sagen. Man wurde nurmeiner ThrLnen spotten. Und doch kann ich nicht ander«. Warumich weine, das ist wohl bcwcinenswerth."
„Können Sic glauben, liebe Fancho», daß ich Ihres Kummersspotten würde, wenn Sic mich znm Vertranten desselben machen?War' ich im Stande, Ihnen zn helfen ..."
„Nein, nein, mein Herr, das können Sie nicht, und unserKönig selbst nicht. O die Menschen sind so hart!" — Nach einerPause setzte Fanchon hinzu: „Ich will cs Ihnen wohl sagen, wasmich kränkt. Sehen Sie nur, diesen hier ersehnt' ich mir unterallen Gästen heut am innigsten, und er darf nicht kommen."
Bei diesen Worten schob sie de» Schleier von ihrem schöne»Busen ein wenig zurück, und zog das Bildniß eines Mannes her-vor, der nicht mehr jung, aber, seinen Gesichtszügen nach, darumnicht minder interessant zn sein schien.
„Wer ist cs?" fragt' ich.
„Don Pablo," versetzte sie schluchzend. Mit diesem Namenpflegte man überall in der Sierra und selbst in Madrid de» große»Olavides zn bezeichnen.
„Er war uns allen so lieb," fuhr Fanchon fort: „Er warunser Schutzengel, unser allgemeiner Vater. Ohne ihn hält' ichmeinen Colin nicht gefunden, und Colin keine Sucrtc, auf wel-cher wir uns nähren könnten. Sein Haus war nicht weit vonla Carolina. So oft ich mit meiner Mutter dahin ging znmMarkte, rief er uns heran, beschenkte mich mit Kleinigkeiten,nahm mich auf seinen Schoos und wiegte mich auf seinen Knien.Oft sahen wir ihn auch in Guaramon. Als ich größer gewordenwar, und wußte, wie viel wir Alle ihm schuldig wären, sah ichihn nie ohne Ehrfurcht an, wie man einen Heiligen betrachtet.Da versprach er mir immer, wenn ich einmal Hochzeit machen