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tc»: „Ich wette, Kind, d» hast kein gutes Gewisse». Du denkst gewiß,ciu gewisser Etieune SauucS Von Carboncros sei dort noch versteckt?"
„Ach! die Mama ist wahrhaftig allwissend!" rief Anette.Die ganze Gesellschaft lachte. Sie lief in einen Winkel und ver-barg sich hinter Fanchon. Juliettc klatschte in die Hände, undtanzte im Zimmer herum und rief: „Die Mama ist allwissend!"
„Freilich, Eticnne ist ein schöner Blondin," sagte MadameDnmonltn: „Aber er ist der Jüngste in seiner Familie, undohne Vermögen. Indessen hast du die Sncrte, Anette."
„Und Etieune ist sparsam, arbeitsam, geschickt," sagte Anette.
„Ihr wäret beide wohl etwas jung," fuhr Madame Dn-mvnlin fort.
„Ich bin sechszchn Jahr alt, Mama; Etieune wird bald insfunfundzwanzigste treten," sagte Anette.
„Wie alt waren Sie, Mama, fragte Juliettc, als Sic sichvcrhcirathctcn?"
„Scchszehn Jahre", entgcgnete Madame Dumvnlin.
„Mein Gott, schon scchszehn Jahre!" rief Juliettc mit derMiene des Erstaunens: „Und Anette in der That auch schon soalt! Soll ich springen und Eticnne rufen? Er ist gewiß nicht inCarboneros. Schlägt dir das Herz nicht, Schwester?"
Madame Dumonlin öffnete das Nebenzimmer. Ein schlankerBlvndin trat herein. „Was Hab' ich dir gestern prophezeit,Eticnne?" rief ihm Juliettc entgegen, und zog ihn zu Anetten.Die Mutter umarmte beide Liebende und hielt sie lange an ihrbewegtes Herz gepreßt, ohne ein Wort zu sagen. „O Etienne!"rief sie endlich: „Du kennst de» unermeßlichen Werth des Kleinodsnicht, welches ich dir verschenke. Es ist meine Anette. Sie warimmer mein Abgott. Ich liebte sic zu sehr. Ihr Schntzgeist be-wahrte sie, daß ihr Charakter nicht verdarb unter der blinden Liebeihrer Mutter!"
Zsch. Nsv. XIV. 13
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