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Mit seligem Schweigen lagen die Liebenden im Arm der Mut-ter, nnd empfingen die Küsse des Segens von ihren Lippen, nndden Glückwunsch aller Versammelten.
„Die Mama ist allwissend! " riesJuliette tanzend: „Ich binneugierig, wen Sie für mich ans ihrer artigen Vorrathskammcrrufe» wird."
„Für dich?" sagte Madame Dnmonlin lächelnd.
„In sechs Wochen, Mama, bin ich schon fünfzehn Jahr. Aberich wette, wen Sie auch rufen, Sic trcffen's nicht."
„O, nur zum Beispiel den jungen Robert Beoille, der Jn-lictten immer die schönsten Früchte und Blumen schickt," sagteLouise.
„Das Beispiel wäre nicht übel, wenn ich in Zukunft einenGärtner hielte," antwortete Jnliette.
„Oder ihren Licblingstänzer Eseolano," rief Fanchvn.
„Freilich, noch diesen Abend soll er mit mir tanzen — abernur zum Tanz rufe» Sie ihn, Mama."
„Oder Bastian Von Scholastiea, oon dem sie die schmelzenden,zärtlichen Canzvnctten ans der Guitarre, nnd wer weiß, was mehr?gelernt hat!" sagte Anette.
„Und was denn mehr, wenn ich fragen darf? O Anette, ichbin nicht halb so gelehrig bei Bastian, als du in deines EticnneSchule gewesen."
„Ich höre Wunderdinge," sagte Madame Dnmvnlin: „Dunoch so jung, Mädchen, nnd schon mehr Anbeter, als Jahre?Wenn ich nun erstreben wollte, Jnliette — wenn ich hier erzählenwollte, wie dn dem schönsten, schelmischen Buben oon Gnaramonunter der Gartenlaube neulich den Kuß gabst?" —
. „Nein, Mama, Sie sahen gewiß falsch. Francesco gab mir-den Kuß."
Madame Dnmonlin schloß Jnliette» in ihre Arme, nnd flüsterte