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„Und wie denn, dn ewige Schwätzerin?" fragte verschämt mitbebender Stimme Louise.
„Schwätzerin wär' ich? So Hab' ich das Recht, Alles a»S-zuplandern. Mama ist bei bester Laune, Alles zu hören."
„Du hast nichts ansznplaudcrn!"
„Nichts? — Hört doch, Hab' ich nicht selbst dem jungen Obrpvorige Woche zu seinem Geburtstage deine ersten Frührosc» bringenmüssen?"
Wir lächelten Alle. Fanchon nahm das Wort, und erzählteder Mutter, daß auch Louise schon gewählt; daß sie nur einengünstigen Augenblick abgcwartet habe, um das Gcständniß zu thu»,und die Einwilligung und den Segen der Mutter zu erflehen.
„Ich weiß Alles!" sagte Madame Dumonlin: „Ich bin glück-lich, warum sollten cs nicht meine Kinder sein?" Sie öffnete dieThürc des Nebenzimmers, und wieder trat auf ihren Wink einschöner junger Mann hervor, der ans Louise» zucilte, und dann >>mit ihr kniccnd zn den Füße» der gütigen Mntter hinsank. Unddiese segnete das schöne Paar, und küßte Beiden die Stirn; undindem sich ihre Augen mit Thränen füllten, sprach sic: „MeineLouise gehört dir, Obry. Ach, sie ist der Liebling meines Herzens!"
Neue Glückwünsche schollen von allen Seiten dem jungen, hoch-beseligten Paar entgegen.
„Nein, liebe Mama!" rief die schalkhafte Anette: „Nein,ich bleibe keine Minute länger hier. Ich bin erst sechszehn Jahrealt; und wer weiß, was Sie da noch Alles im Nebenzimmer ver-steckt halten. Es könnte ein Unglück geben."
„Du kleine Närrin," sagte Julictte: „Sieh doch mich an,und nimm ein Erempel an mir. Was mir auch aus dein Neben-zimmer begegnen mag, ich laufe nicht davon. Man muß Muthhaben und allen Schicksalen Trotz bieten."
„Warum willst du fort?" fragte Madame Dumonlin Anet-