Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
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betrachtete n»S, wie sic sagte, als Glieder ihrer Familie; wirdürsten der wichtigen Handlnng nicht fremd sein,

Sic führte nns in ihr Zimmer, Dort fanden wir, außer ihrenTöchtern, die Aeltesten und Vorsteher der Kolonie, und den fran- ,

zösischen Pfarrer aus Carolina, nebst einem der wohlhabendstenPflanzer ans Gnaramon.

Wir setzten uns Alle. Madame Dumoulin bot uns Erfrischungenan, und erklärte darauf die Ursachen dieser Zusammenkunft, indemsic die Schrift hcrvorzog, welche von einem der Aeltesten abge-lescn werden mußte. Diese Schrift war eine Art Vermächtnisses,oder eine Urkunde, durch welche Madame Dumoulin ihr gesumm-tes Vermögen an ihre Töchter verthciltc. Der scchszehnjährigcnAnette trat sic ihr Erbgut, vielleicht das reichste im Bezirk vonCarolina, ab; denn nach den Gesetzen der Sierra Morcna dürfendie Erbgüter nie gctheilt werden, noch darf ein Kolonist zweiSuertes oder Erbgüter zugleich besitzen. Fanchvn, Louise und r

Jnliette erhielten zum Ersatz beträchtliche Geschenke. Fast allesVieh und besonders der Vorrath an Mobilien nnd Geldern wurdeunter ihnen vcrthcilt.

Hierauf entdeckte Madame Dumoulin ihnen ihr Vorhaben, sichwieder zu vcrheirathcu. Sic reichte erröthend dem Pflanzer vonGnaramon die Hand, und nannte ihn ihren Bräutigam. Diedankbaren Kinder umarmten glückwünschend und mit Frcndenthrä-»eu die zärtliche Mutter nnd den künftigen Vater.Ich Hab'es ja Wohl gedacht, daß es so kommen würde!" sagte mit alt-kluger Miene die kleine Jnliette, nnd winkte mir bedeutend mitihren schelmischen Augen zu. >

Freilich hätte ich die Sucrte wohl an Fanchon abtrcten sollen,als dem ältesten meiner Kinder," sagte Madame Dumoulin:

Allein, wenn ich nicht irre, hast du einen Liebhaber, Fanchon,der schon . . .