gem Lächeln zu: „Und ich! O ich habe Ihnen Dinge zu erzählen,Sie werde» sich Wundern! Ich will meine Schwester» rechtschaffenängstigen. Die naseweisen Kinder, was sie sich auch schon einfallenlassen!"
Man führte mich, wie im Triumph, ins Zimmer. Währendmein leichtes Frühstück gerüstet ward, entfernte sich die Familiewieder, und ließ mich mit meinem geliebten Clermont allein.
„Ich habe gesiegt!" rief er, nmarmte mich, sprang dann zumSchreibtisch, nahm einen Brief und hielt ihn mir vor: „KennenSie diese Handschrift und diese Wappen?"
„O Clermont," schrie ich: „Von meinem Weibe, meinemgeliebten Weibe!" Ich konnte nichts mehr sage». Die über-raschende Freude raubte mir die Sprache. Ich schlang meineArme um Clermonts Hals; und eine Thräne verdunkelte meineAugen.
„Und," sagte er, „auch ich bin glücklich! Sehen Sie dieseZeilen. Sie sind von der Hand Ihrer Nanny. Sie hat mir ge-schrieben, hat meine Bitten erhört. Sic kömmt Ihnen entgegen,durch die Schweiz über Genf. Auf meinem Landgntc bei Ni answerden Sie sic wieder nach der langen Trennung umarmen. Wieglücklich sind Sie! Wie glücklich bin ich! Sv behalte ich Sielänger, so ist die Schcidestnnde verschoben, und ich lerne nochIhre Gemahlin kennen, das himmlische Weib!"
Ich las nu» den Brief meiner Gattin. Rührender kann dieWehmnth und Sehnsucht der Liebe nicht sprechen, als jede Zeiledieses heilige» Blattes sprach. Schon lange hatt' ich meinerNannh von den angenehmen Berhältniffen in allen meinen Brie-fen erzählt, welche mich mit dem liebenswürdigen Clermont zu-sainmengeführt und unsere Bekanntschaft, die wir in den Thälcrnder Pyrenäen geschlossen, zur innigsten Freundschaft heraufge--stimmt hatten. Jetzt wollte auch sie ihn kennen lernen. Sie nahm