Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
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läuftigcn verwickelte» Erbschaftsprozeß zwischen »»einer Familieund de» Nachkomme» eines unserer Verwandte», der vor zehnJahren mit Thürricgel in die Kolonien der Sierra Morcnagezogen, »rar durch meine persönliche Dazwischcnkunft und gütlicheVerträge rorgcbogcn. Ich verließ Madrid mit leichtem Herzen.Ich sehnte mich nach Deutschland zurück, ivo meine jnngc Gattinmich mit schmerzlicher Ungeduld erwartete.

Von Madrid bis zu den Kolonien der Sierra Morcna sindohngcfähr vierzig Meilen. Wie bald hatte ich diesen Raum durch-flogen! Schon des Morgens am zehnten März war ich in demDörfchen Gnaramon, wenige Stunden von la Carolina, demHanptort der von französischen Kolonisten bevölkerten Pflanzstädtc.Fröhlich sprang Clcrmont aus dem Hanse hervor; ihm folgtenseine freundliche Wirthin Madame Dnmvulin, eine Wiitwe vonsünfnnddrcißig Jahren, welche noch kann» den ersten Reiz der Ju-gend cingebüfit hatte, nnd ihre vier Töchter Fanchon, Louise,Anette nnd Juliettc, liebliche Gestalten, die mit der Mutterum den Preis der Schönheit zu ringen schienen; die älteste nichtälter, als achtzehn, die jüngste nicht jünger, als fünfzehn Früh-linge. Nnd alle umringten in frendtgem Getümmel meinen Wa-gen, nnd riefen mir ihr zärtliches Willkommen. Ich flog vonUmarmung zu Umarmung. Diese liebenswürdige Familie hattemich vergessen lassen, daß ich ei» Fremdling in Spanien sei. Im-mer war ich hier, wie unter den Meinigcn.

Sic kommen zur glücklichen Stunde!" rief Madame Dn-moulin:Wir feiern heute einen großen Tag. Sic fehlten mirnoch zum Fest!"

Wie gcrnfcn kommen Sie!" sagte Clermont:KeineStunde zu früh und keine zu spät. Ich habe Ihnen die frohesteBotschaft zu geben, die froheste für mich und für Sie."

Und ich!" lispelte mir die kleine Juliette mit muthwilli-