ab; abcr der Walzen blieb und trug seine Früchte. Die Verfolgerder Wahrheit und Volksanfklärung sind zn allen Zeiten die thä-tigsten Verbreiter derselben gewesen.
Auch Voltaire, der Nebenbuhler von Roufseau'S Wirksam-keit und Ruhm, wohnte eine Zeit lang zn Genf, oder vielmehrin dem schön gelegenen Landhause „lcs Deliccs" bei Genf,welches er in den Versen: 0 inalsoa ü'äristlpi»;, o larüins O'Lpt-curo! so begeistert besang. Aber auch er ward durch die Intole-ranz der damaligen Genfer Geistlichen und ihres Zelotcn-Gefolgesbald von da vertrieben, worauf er sich nach Lausanne begab, biser das arme Fcrney mit dessen acht Strohhüttcn kaufte, undsich im Jahr 1759 daselbst anbautc. Fcrney ist nur anderthalbStunden von Genf entfernt. Durch Voltaire'S Geist und Thätig-kcit erwuchs das vorher in,bedeutende Ferne!) zum gcwerbfleißigc»Ort, der, als der große Mann (1779) starb, also nach zwanzigJahren, schon 80 Wohngebäude und 1200 Einwohner zählte.Gegenwärtig erblickt man da einen artigen Flecken mit beinaheanderthalb hundert Häusern, andcrthalbtansend Einwohnern, einerevangelischen und einer katholischen Kirche. Das ehemalige Kirch-lein aber, das Voltaire gebaut hatte, ist nun zn eng gewordenund steht leer. Der Rcstanrationseifer des Jahrs 1814 riß auchüber der Pforte des Kirchleins Voltaire'S Nvo vrexit ab. Abcrsei» von ihm gebautes Landhaus oder Schloß, wie man's nennt,auf einer leichte» Hohe neben dem Ort, steht noch; und das vonihm bewohnt gewesene Zimmer befindet sich in demselben Zustandeerhalten, wie cs ohngcfähr zur Zeit des Dichters war, das heißt,wie cs ihm etwa sechszig Jahre zu bleiben gestattet haben. DiesHau«, besonders des Dichters Wohnzimmer, wird noch immer fleißigvon der reisenden Neugier besucht. Ich bin kein Liebhaber solcherReliquien; nicht einmal des Glücks, berühmte Männer in ihremLeben persönlich kennen zn lernen, weil sie dabei für mich ge-