Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
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über den Wolke»; zu ihre» Füße» die Armnth »»»»sehnlicherDörfer.

Kein Wunder, daß Genf »nd die Ufer des Sees, bis Vevayhinauf, die soinmerlichc Niederlassung zahlloser Lustwandcrer ausFrankreich, Rußland, Deutschland, Polen, England, Amerikaund andern entfernten Wcltgegcndcn sind. Der See selbst, größerals das gefammtc Landgcbiet des Kantons Genf (man berechnetden Flächenraum von diesem ans 22, von jenem auf 26 Gc-vicrtstunden), ermüdet keineswegs durch Einsörmigkeit des Schau-spiels. Fast täglich ändert er chamälcontisch sein Farbcnspiel unddie Physiognomie seiner Umgebung, Bald schmücken tändelndleichte Lüfte sein bläuliches Gewand da und hier mit silbernen,breiten Wellenstreifcn; bald schillert er in bunter Färbung,dort grün, dort golden, oder blaßroth oder blau, hier dunkler,dort blitzend; zumal an schönen, sonnigen Tagen, wenn selbstdie nahen Riesenberge Savoicns sich nicht erwehren können, ihreWvlkenschleicr abznwcrfen, und, der ernsten Majestät vergessend,ein wenig zu lächeln. Unter Regenschauern, oder wenn sichder ganze Himmel in Gewittern erdwärts senkt, hüllt der Lemansein Bild in düsteres Gran; schwarz steht das Gcbirg nebenihm. Er crwiedert den Ungestüm des Sturms mit hoch auf-fahrenden Wogen, und den Blitz mit znrückgeworfenem Flam-menlicht.

Aber ich will den vielbeschricbcncn und vielbesungenen Seenicht von neuem schildern. Wer weiß nicht von einer Pracht,welche selbst Voltaire und Rousseau, Matthison und By-ron nur andeuten, nie darstcllcn konnte»?

Eine der reizendsten Stellen Genfs ist Noussean'S Insel.Zu allen Zeiten, selbst inmitten der bürgerlichen Unruhen desFreistaates, sorgten die Vorsteher desselben entweder für stärkereBefestigung, oder für Verschönerung der Stadt. Vor wenigen