Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
Seite
271
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steigende Straßen zn winden. Es gleicht manchem berühmtenManne, dessen Name zu hohen Erwartungen von seiner Persön-lichkeit spannte, nnd bei dessen Bekanntschaft wir dann aber,wegen seines unscheinbaren Aeußcrn nnd bescheidenen Wesens,ungewiß werden, ob Name und Mann auch wirklich zn einandergehöre».

Doch das Alles vergißt sich eben so schnell, als man's gewahrt,unter dem Zauber erhabener Anmnth, von welchem die ganzeGegend überstosscn ist. Südwärts, wo der GebirgSstrom derArve, zwischen Hügeln nnd krausen Gebüschen der Rhone ent-gegcntanzt, schmückt sich ein üppiges Gelände gefallsüchtig mitallen Reizen, welche kleine Weiler nnd Dörfer, halb versteckt inObstwäldchcn, edle Landhäuser im Schatten lombardischer Pappeln,ferne Städtchen, an Felsen geschmiegte Hütten^ alle in lieblicherVcrtheilnng, zwischen Wiescngründen, Baumgruppcn und Hügeln,dem Auge anbietcn können. Rechts wird das Bild von den wal-dige» Halden des Juragcbirgs nnd seinen starren Fclsenkämmenumfangen; links von der hohen, farbiggestreisten, langen Berg-wand des Salevc. Hinwieder nordwärts stießt der weiteSpiegel des lemanischcn Sees aus einander; belebt von 3 oder 4Dampfschiffen und Barken mit lateinischen Segeln; malerisch um-nfert von prächtigen Villa's, Rebhügeln, Dörfern, Alleen, Wie-sen, Thürme», Gebüschen und Gärten, die, in lieblichem Ge-dränge, um die Bewunderung des Zuschauers zn buhlen scheinen.Das Schwcizcrgestadc erhebt sich stnfcnweis, ein nngchenercS Bln-mcngestcll, bis zn den letzten Höhen von stattlichen Ortschaftenund Landhäusern, zwischen Weinberge» nnd Wiesen, blühend, dieunter sich, wie von Bändern, durch Straße», zusammengcknüpftsind. Alles verkündet da den Boden, die Frucht nnd das Glückder Freiheit. Gegenüber aber am andern Gestade stehen wildund nackt die Felsen nnd Eisberge SavoicnS, mit dem Haupt