selbst die Verwendung des Generals von Wimpfen für ihn eitelgewesen war, so wie die der Regierung von Solothurn, welchedazu ein GlückwünschungSschrcibcn an den König zu seiner Ver-mählung mit der Prinzessin Christina benutzt hatte. Das Besteward endlich vcrmnthlich durch die französische Gesandtschaft inMadrid und de» Staatsministcr Gonsalcz Salmon daselbst bewirkt.Am 25. März 1831 empfing Voitel eben so unerwartet die Nach-richt seiner Freilassung, als einst die seiner Verhaftung. Dochward die Bedingung bcigefügt, aber später wieder aufgehoben,nie wieder Spaniens Boden zu berühren. Er schiffte sogleich nachNlgcxiras, von da ans einer kleinen Kohlcnbarke über das Meernach Malaga, wo er, mit Vorwiffen des Gouverneurs, verbor-gen bei einer englischen Familie lebte, bis er Schiffgelegenhcitfand, über Marseille und Genua in sein Vaterland znrückzukehren.Welch seliges Wiedersehen!
Sollt' ich nicht nm Verzeihung bitten, diese Anekdote erzähltzu haben? Doch wer geliebt hat, wird sic, auch ohne Bitte, demFreunde gewähren. Und nebenbei kann sie ja, als Beitrag zumGemälde des rcchtslosen Zustandes von Spanien und der könig-lichen Anarchie daselbst dienen.
21. Genf.
Der erste Anblick der alten Allobrogenstadt täuscht manchenFremdling, der aus dem Wcltruhm derselben den Schluß zieht,cs müsse ihm dieselbe schon von Ferne großstädtisch-imposant cnt-gcgentretcn. Genf gleicht von Außen, sei es von der Seescitcoder Landseite betrachtet, vielmehr einer Stadt untergeordnetenRanges, und ist in seinen Anlagen nicht malerisch. Auch im In-nern hat man sich durch viele unregelmäßig gebaute und jähan-