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14 (1853)
Entstehung
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des Todes, die höchste Tugend. Dem Ungestüm seiner Begierdeopfert er gleichgültig das Leben. Ebenso gleichgültig bringt erMenschenopfer nnd schmückt er die hinfällige Hütte mit Schädelnder Erschlagenen. Auch Schönheitssinn erwacht. Das Weib er-höht seinen Reiz mit kindischem Zierrath; der Mann tättowirt sich.Der Schrecklichste ist dem schwächer» Geschlecht der Liebenswür-digste. Der Held herrscht oder der Stammvater der Familie; dieKriegergemeinde gibt das Gesetz. Wie heut noch Eskimo's in derEiszone, Guarani's, Mbaza's nnd andere Horden in Tropenlän-dern Amerika's, standen einst die Griechen der Urzeit, die Ger-manen des Tacitns, die Güten Ossians.

Nur vor Einem erbebt der Trotz des Halbwilden; vor dem,den seine Faust nicht zwingen, sein Pfeil nicht erreichen kann.Es ist die unsichtbare Gewalt im Donner der Wolke, im Sturm,der den Wind bricht; die Gewalt, welche Sonnen und Monderuft nnd verfinstert. Er ahnet einen großen Geist, er ahnet Gott-heiten; er hört in Träumen ihre Stimme, sicht in Wundern »ndZeichen ihren Wink.

Erfahrungen steigern die Urthcilskraft. Losgerissen endlich vonder Vormundschaft der Instinkte, vertrant sich das jugendlicheGeschlecht der Sterblichen seiner Selbstmacht. Es verläßt dieMutterhand der Natur und verliert sich mit irren Schritten in einLabyrinth reizender Täuschungen. Der Knabe ist zum lcbenstrun-kcnen Jüngling geworden; der Halbwilde znm Barbaren. Erbetritt eine höhere Stufe der Himmelsleiter. Die Keime vonStaat, Kunst und Religion, im Leben der Halbwilden schwächlichanfgcsprossen, gewinnen unter barbarischen Völkern festere Formen.Aber die Einbildungskraft überwuchert noch den halbentwickcltenVerstand nnd mehr »och die Vernunft. Maßlos in Liebe undHaß nnd in allen Begierden, schwelst der Barbar, gereizt vonihnen, vom Aenßersten zum Aeußersten. Er kennt keine Mittel-