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zur flachen in sich verschwommenen Landkarte geworden, zur Mo-saik, worauf sich das himmlische Gewölbe lehnt. Die Seele bebtvor wolluswollcm Grausen, als habe sie sich in der Unendlichkeitverloren. Der Blick flieht scheu zurück, wie wenn er in einem un-begrenzten , lautlosen Meer von Duft und Duftfarben zu ertrinke»scheue. Er rettet sich zu benachbarten Alpcnfirsten, zu nähern,fester» Gegenständen. Cr senkt sich, wo der Secalpsce ans demnachbarlichen Hochthal, wo der Weilcuschaum des Schwändibachesaus schwarzer Waldschlucht, und der Strom der Sitter hinterHügeln heraufglänzt. Das milbcuhafte Geschlecht der Sterblichenbleibt dem Auge in dieser Höhe unsichtbar. Die weiten Landstrichedrunten sind still und todt, als wären sic noch unbewohnt; alsmüßten sie noch aus Hochasicn, der Wiege des Menschengeschlechts,Bevölkerung erwarten.
So stumm und todt schwang sich einst Jahrtausende laug dieserWcltball in weiten Kreisen um die Sonne, nur Spielball gährcn-der Elemente, welche, aus den Tiefen der Gewässer, Länder undGebirge hcrvordrängten; —und Jahrtausende rollte er wieder imgrünen Gewände seiner Urwälder und Savannen dahin, ehe dasThiergeschlecht ans Meeren und Sümpfen über festen Grund her-vvrging und sich stnfenwcis und wcchselwcis mit Pflanzcnarten ent-faltete. — Wann endlich trat der Mensch in den vollendeten Got-tcSgartcn? Wie viele Jahrtausende flössen abermals vorbei, eh'er sein Lallen des Säuglings mit einer ausgebilvctcn Sprache ver-tauschte, und die Sage vom Schicksal seiner Tage Enkeln über-liefern konnte?
Bor meinem inncrn Blick zog, unter diesen Gedanken, dieLebensgcschichtc der Menschheit mit ihren Familien und Nationen,mit ihren Göttern und Heroen, Pyramiden und Ruinen, Tyran-nen und Märtyrern, Weltnmseglern und Erfindern vorüber. Ichsah, wie Jakob im Traum, die Himmelsleiter des sterblichen Ge-