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alp," 4620 Fuß über dem Meer, wölbt sich eine geräumige Höhle,die mehr denn hundert Fnß über der darunter grünenden Bommcr-alp und ihren Hccrdcn erhaben ist. Drinnen errichtete die Andachteinen Altar, dem heiligen Michael geweiht; daneben einen Ka-pcllcnthurm, dessen Glocke fünfmal des Tages geläutet wird. Ihrweit durch die Stille der Berge und Alpen schallender Ton ruftdie Sennen eben so oft znm Gebet, lieber der Grotte aber steigtder senkrechte Felsen noch einige Hundert Fuß himmelwärts. Nebenihr ist eines bärtigen Kapuziners Einsiedelei zwischen Felsen ge-klebt, die auch eine Grotte formen, malerisch, wie Alles hier.Eine kleine Brücke führt am tiefen Abgrund zu ihr. Dies nochnicht genug. Hinter des Einsiedlers Gemach klafft eine neue Höhleaus einander. Sie hat wohl 60 Schritte Breite und 80 SchuhWölbung. Beständig träufelt darin Wasser herab, welches, nonKalktheilcn geschwängert, Alles mit Tropfstcinrindc deckt und über-zieht. Hundert Schritte wandert man durch den Bauch des Berges,bis sich der Weg ocrcngert zu einer schmalen Höhle. Das Innerederselben ist von feuchter Mondmilch übcrklcidet; der Boden vollerStcintrümmcr und Felsspalten. Es geht über diesem Schutte steilaufwärts. Der Eremit leuchtet mit stammendem Holzscheit voran.Man steht vor einer kleinen Thür. Sie wird aufgeschlossen, undcs tritt uns ein blendendes Bild entgegen: eine fremde Alpcu-aussicht, blauer Himmel, Gebirg, glänzendes Wiescngrü», Halmender Gräser wie durchsichtig. Es ist keine Täuschung. Wir sehennmhcrirrcndc Rinder. Wir hören das zeitweise Tönen ihrer Hals-glocken. Wir sind durch das lange Felsengrab in die schönste allerinnerrhodischen Alpen gelangt, in die Ebenalp, wo Hunderte vonKühen weiden.
Die gcsammte Gebirgskette, wie sie in ihrer Länge und in ihrenScitcnzwcigcn vom Kamor bis znm Säntis hinzicht, ist voll sol-cher Höhlungen ihres Inner». Viele möge» wcitläüftigcr sein,