Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
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sind. Das erste von diesen gab die Schützengesellschast der StadtAarau tin Jahr 1824. Sic lnd dazu die Meisterschützen der ge-summten Eidgenossenschaft ein. Es dauerte, unter Zndraug ausfast alten Kantonen, acht Tage lang. Seitdem haben sich diesenon zwei zu zwei Jahren wiedcrkehrenden olympischen Feste derSchweiz durch Thcilnahme aller Gegenden vom Rhein bis zurRhone selbst zu einer politischen Bedeutsamkeit gehoben. Siegelten nicht mit Unrecht als Sammelpunkt der geschicktesten Stutzer-Schützen, die einst bei dräuender Gefahr von Außen durch ihreerprobte Kunst eine nicht zn verachtende Schntzwchr fürs Vater-land bilden werden. Durch begeisterte Lieder und Reden wirddabei der Nationalgcist immer wieder kräftiger angcfacht. Undunter den fröhlichsten Sängern, wie unter den glücklichsten Schützenstehen stets die Appenzeller voran. Aber eine jede der 26 Ge-meinden von Anßerrhoden hat auch ihre eigene Schützengesellschastund jedes ihrer 400 bis 500 Mitglieder seinen eigenen Stutzer mitZubehör. Mehr als die Hälfte dieser Männer ist in dieser Kunstso eingeübt, daß ein Schuß ans freier Hand nie ei» Brett vonder Größe eines Gcviertschnhcs in der Entfernung von 200 bis300 Schritten verfehlt.

3. Das Wildkirchlein.

Ein fantastisches Gebilde der schöpferische» Natur! Oder ist esdas nicht erst durch menschliche Einfälle geworden? Nicht roman-tisch darf ich diese Stelle nennen, sondern lieber einen Romanselbst, mitten in die Alpen hincingcbant, abenteuerlich und selt-sam, dem nur noch die belebenden Gestalten aus den FantastenWalter Scotts abgchcn.

Im grauen Kalkstein einer Felswand der innerrhodischcnEben-