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Eben so ist dos Stein-Werfen ober „Steinstoßen" eineKraftübung besonderer Art. Wer den schwersten Stein am weite-sten schleudert, empfängt, unter dem Jubel der Zuschauer, denEhrcn-Preis; cineiz. buntgcsticktcn ledernen Küher-Gürtel, odereine Kappe von feinem Leder, oder eine Denkmünze, oder Geldim zierlichen Beutel. Der zu werfende Stein ist aber oft übereinen halben oder ganzen Zentner schwer und von runder, schwierigzu handhabender Gestalt. Wer ihn lüpft, muß ihn sich selber aufeine der Schultern legen, und dann erst schleudern. Im Jahr 18t>ähob ein Mann von Urnäsch eine» Stein von 184 Pfund auf, undwarf ihn zehn Schuh weit.
An die Ringer-Spiele des AlterthumS, bei Griechen und Römer»/mahnt das schweizerische „Hosenlüpfen". In einem Kreise vonMännern und Weibern, Jünglingen und Mädchen, stehen die kampf-fertigen Athleten. Sie nahen in gebückter Stellung. Jeder suchtdie Thcile, bei welchen er ergriffen werden kann, Schultern undHoscngurt, so weit er kann, dom Gegner zu entferne». Endlichdrängen sic, Kopf an Kopf, Wirbel an Wirbel gestämmt, zusam-men, und Haschen nach Gurt oder Schulter des Andern. Eins oderdas andere ergriffen, beginnt ihr wirkliches Ringen. Wer von bei-den zuerst zu Boden gestürzt wird, ist der Ucbcrwnndene. Aber mansollte die gewaltigen Anstrengungen dieser Muskclstarken, ihre ge-schmeidigen Wendungen und Biegungen, ihre durch Gleichgewichtder Kräfte zuweilen erzwungene starre Ruhe sehen, die plötzlichwieder in ungestüme Angriffe übergeht; ihre äußersten Machtver-suchc und Listen sehen, die Fersen des Gegners dom Erdboden zutrennen, um sich eine lebendige Vorstellung vom Ringen des Her-kules mit dem Riesen AntHeus zu gebe».
Ich übergehe eine Menge anderer üblicher Spiele, die von min-der cigcnthümlicher Art sind. Manche der in der Vorzeit gebräuch-lichen, oft lebensgefährlichen, worin nur rohe Kräfte sich ohne