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auf eine» Herabstürzen, einen begraben zu wollen. Manchemschwindelte schon bei diesem verwegenen Anblick.
Noch ist cS der Mühe Werth, vom zürcherischen Ufer aus ineinem Nachen an das gegenüberliegende 'schaffhaustsche zu rudern. ,
Von dem klappernden Hammerwerke von Ncuhauscn, hart amRande des Falles, und seinen des Nachts dunkelroth glühendenFenstern hinweg, ziehen sich neue Anlagen für Lustwandelnde biszum Schlößlcin Wörth. Aber wohl das Sehenswürdigste diesesUfers ist die C-miora otwourn in dem letztgenannten Gebäude.
Sie stellt den Nheinsturz in seiner ganzen Breite dar. Es kannkein getreueres Daguerrvtyp geben, das dazu noch lebendig ist,in warmen Farben strahlt und den täuschenden Donner in der Nähehat. Ich hätte stundenlang dem Zanbcrbilde zuschauen mögen, aufdem eine Armölänge von mir die Strommassen sich brachen undzerstäubten. Den Indigo des wallenden Beckens, wo der Stromsich wieder zu sammeln beginnt, glaubt man mit der Hand weg- ?
wischen zu können. Und wie sonderbar! Hoch über dem Aufruhrdes Sturzes, wo er am wildesten brodelt, wiegte sich in lang-samen Kreisen, ruhig, kaum von der Größe einer Fliege — einmächtiger Hühnerwcih! —
Die Nebenbuhler unscrs Rheinfalls, die Katarakten des Nia-garastroms an Kanada's Grenzen, des Bogota in Colvmbicn,des Pyrl in den indischen Rajemahalgebirgcn, möge» ihn anGröße, nicht aber an Ruhm übcrtresfen. Indessen dieser Ruhmist auch noch nicht alt. Es scheint fast, die welterobcrnden Römerkannten den Rheinfall gar nicht; denn keiner ihrer Schriftstellerspricht von ihm. Und doch kundschafteten die Römer auf ihrenFeldzügen jedes Land mit Sorgfalt aus; freilich nur in militäri-scher Hinsicht. Dazu war der Rheinfall ihnen wahrscheinlich ohneWichtigkeit. Landschaftliche Naturschönhcitcn hatten überhaupt,scheint es, keinen besonder» Reiz für sie; wenigstens ließen sie