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klaren Morgens, anders, nnd vielleicht am prächtigsten beim Vvll-inoiidschcin. Manchmal schlagen die Wogen, sich durchkreuzend, übereinander; nnd es entstehen Wasscrgrottcn, in deren Tiefe dann so-gleich das makellose Weiß in Smaragdtöne, oder selbst in das ,
tiefe Grün des Lapis lazuli übcrschillert. Manchmal färbt eigcn-thümliche Lichtbrechung einen Streifen des anfwallendcn Waffer-staubes mit Orangcglnth und cs scheinen Fenerflammen hinter denFelsen vorznlodcrn. Fast kein Augenblick geht an sonnenhellenTagen vorüber, wo nicht hier oder da ein Regenbogenglanz alsflatterndes Meteor erscheint und wieder verschwindet. Wer aberam Morgen zwischen acht nnd zehn Uhr hier weilt, vor dem spanntIris fast immer ihren Bogen vollkommen in der stäubenden Luftans, wie eine Brücke über dem Toben des Abgrundes.
Mitten in diesem Chaos von Licht nnd Farben, und mittenin dein heftigsten Anprall der Wellen stehen unbeweglich fest dievier schwarzen Felsthürmc, welche den Wasserfall thcilen. Un- d
aufhörlich brüllen nnd schlagen die Strudel daran, und schleudernihre Schanmflocken bis zu den Gipfeln empor, wo Gras nnd Ge-sträuche blüht — aber sie halten ruhig dem Tumulte Stand.
Durch die Seite eines dieser Kolossen hat die Strömung eine großeFensterhöhlc gebrochen, aber seine tiefen Wurzel» im Urgesteindes Gebirges konnte sie nicht zernagen. Der Wassersturm ist sowüthcnd, daß es Gott versucht wäre, wollte Jemand, dem Stromvon oben folgend, an eine dieser Klippen gelangen. Vor einigenJahren wurde zur Probe ein Kahn mit einem Fährmann von Strohden Fall hinabgelassen; noch ehe er zur Mitte gelangte, war Allesin viele Stücke zerschellt. Dagegen wird das Wagestück nicht seltensiegreich unternommen, von unten her den mittler» größten der«»fragenden Fclsköpfe zn erklimmen. Wenn auch in dem Becken,worin sich der Strom fängt, die Wellen in wilden Kreisen Wirbeln,