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Willkür eines Einzelne»; sondern Alles entwickelte sich ans deinVolke selbst. Darum zeigt auch wohl keine Nation an ihrem Bei-spiele so klar, wie tngcndliche Kraft, trotz aller noch so schwereräußerer Bedrängniß das Gemeiuwcscu zu heben pcrmag, und wieinnere Entartung trotz noch so fester Schutzwehr hinter Strom undGebirge ein Volk zu Falle bringen kann.
Die nachfolgende» „Skizzen" machen nichts weniger als dar-auf Anspruch, ein Bild von Helvcticn in allen diesen genanntenBeziehungen zu entwerfen. Sie sind in bunter Abwechslung theilsErinnerungen an eigene Erlebnisse und eigene Erfahrungen überSchweizer Art und Brauch, theils Versuche, den beim Auschauengroßartiger Natnrbildcr empfangenen Eindruck wicdcrzugcbcn, theilsauch nur vergleichende Blicke in die Vorzeit und Jetztzeit. Auchsind sic ans keiner andern Absicht ausgezeichnet, als — wie schongesagt — um liebend von dem schönen Vaterland zu reden undsich seiner zu freuen; denn jegliche Liebe, die einen andern Zweckaußer sich hat, hört auf wahre Liebe zu sein.
1. Der Rheinfall bei Schaffhausen.
Von Schaffhauscn leiten auf beiden Ufern des Stromes roman-tische Pfade zu der eine Stunde westwärts entfernten, weltbe-rühmten Katarakte. Ich schlug die neue Straße über Fcncrthalenund Nhwicsen auf der Zürcherischen Seite nach dem altcrthüm-lichcu Schlosse Laufen ein, das auf einem Fclsenvorsprunge überdem Bergkcffcl ruht, in welchen sich der Wasserfall donnernd wälzt.Hier in das über dem Abgründe hängende Pavillon tretend, über-blickt man auf einmal tief zu seinen Füßen die tobende, glanzvolleHerrlichkeit.