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hoher Sorgfalt bebaut und unterhalten; die Gegenden zur Be-lebung des geselligen Verkehrs mit einem Netz zahlreicher Land-straßen übcrsponncn. Hier regt sich Gewerbflciß nebcnbnhlerisch mitdem britischen und Wetteifer in Pflege der Wissenschaft und Kunstmit Deutschland und Frankreich. Hier führen kleine Städte be-rühmtere Namen, als viele der großem in andern Theilen desWelttheils. Die rauhe Sprödigkeit herkömmlicher Lebensweise istdurch Anmuth späterer Sitten gemildert. Doch schimmert gernnoch der ehrwürdige Rost alter Zeit durch den glänzenden Firnißder neuen.
Und ebenso wie in Sitten und sonstige» Volkseigenthümlich-keitcn besteht eine große Mannigfaltigkeit in de» Staatsgcbildcnder Vicrtelhnndcrt kleinen Republiken. Erst noch vor einem halbenJahrhundert fand man eine wahre Musterkarte von Verfassungenin bunter Stufenleiter, von de» rein demokratischen der Hirtcn-kantone, wo das Volk in Landsgcmeindcn in persönlicher Stimm-gebung über Gesetze, und Dekrete entscheidet, bis zu den oligarchi-schcn der weiland obcrhcrrlichcn Städte. Es ist wohl des Stu-diums von Staatsmännern und Weltweiscn Werth, dem Gangeder Entwicklung dieser staatlichen Formen in der Geschichte nach-zuforschen; zu sehen, wie sic ans den Bedürfnissen des verschieden-artig sich bewegenden Volkslebens oder aus Nachwirkungen frühererZeitalter hcrvortraten, und wie hinwieder die Verfassungen aufGeist und Denkart und Wohlstand der Völkerschaften mächtigenEinfluß übte». Die schweizerische Geschichte ist nicht bloß wegeneinzelner Freiheits-Heroen, deren Namen ruhmreich durch dieJahrhunderte strahlen, oder wegen der sprichwörtlich gewordenenTapferkeit der Schweizer, sondern besonders darum merkwürdigund lehrreich, weil sie eine eigentliche Volks- und keine bloßeFürstcngeschichtc ist, wie anderwärts fast überall. Was Gutesoder Böses geschah, darüber trifft weder Dank noch Anklage die