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Art und -Weise der Verwett, uuvermischter mit Fremdartigem,Pflanzte sich daselbst von Geschlecht zu Geschlecht fast ohne Wan-del fort. Nur leise und mittelbar wirkte, was auswärts geschah,auch auf das innere Leben dieser kleinen Völkerschaften.
Jede derselben spielte, fast nnbeachtet von der Welt, ihreeigene Geschichte durch. Den Bergleuten ist Freiheit überall Be-dürfniß, um ein Leben voller Entbehrungen, Gefahren und Ar-beiten erträglich zu finden. Es geschah daher bald, daß der gesundeNatursinn dieser abgehärteten Volksstämme, welche des Klima'sUnbill, aber nicht so leicht der Menschen Willkür ertragen konn-ten, die Banden mittelalterlicher Knechtschaft löste. Dorf- undThalschaftcn gestalteten sich allgemach, unabhängig von geistlichenund weltlichen Herren, zu besonder!! Gemeinwesen mit eigenthüm-lichen Rechtsameu. Manche derselben begannen zuletzt Wettkampfdes Gewerbsieißes mit kleinern Städten. Der Handelsverkehr, dersich ans Deutschland nach Welschland über die Alpenpäffe Bahnenbrach, begünstigte ihr Emporkommen. So entstand zuletzt eineSichtung der Verhältnisse, in denen wir jetzt den Landmann,wie den Patrizier der Städte, in voller Gleichheit bürgerlicherRechte finden. Enkel ehemaliger Leibeigener von Klöstern oderGaugrafen stehen heut zu Tage nicht selten au der Spitze desStaates, der Kirche oder der Heerschaaren und Großgewerbe; wäh-rend Namen weiland hochgcborner Freiherren oder anderer edlerHäuser von Nachkömmlingen getragen werden, die, der erlauchtenAbstammung kaum bewußt, ihr väterliches Feld mit Psiug und Karstim Schweiße ihres Angesichtes bearbeiten.
Während das Gepräge des Alterthums und ihrer Abstammungam reinsten von de» Bewohnern der abgelegenen Thäler in denhöchsten Gebirgen bewahrt wurde, stehen in oft schroffem Gegen-sätze dazu die Völkerschaften, welche das flachere Gelände zwischenJura und Alpen inne haben. Ihre Aeckcr und Wiesen find mit