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14 (1853)
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Wechsel nnd kolossale Größe. Bis zur Linie des ewigen Schneesin frisches Grün und dunkle Waldung gehüllt, und mit Dörfernund Hütten überstreut, bilden die Schweizer-Alpen, unter strahlen-den Eismeeren und flatternden Wasserfällen, das eigentliche Pracht- ,

stück des großen Gartens, in welchem Liebliches und Grauenvollesaller Himmelsstriche des Wclttheils vermählt wohnt. DruntenItaliens wollüstiger Hauch zwischen Weinbergen, Cypresscn undFeigenbäumen; droben der starre Winter von Grönland. Vielleichttragen nur die Berge Tibets das Gepräge jener Größe und Ma-jestät, mit welchem die helvetischen Alpen, bei ihrem ersten An-blick, das Gemüth bewegen. Selbst die Cordillcras der Andenerregen so großartige Wirkungen nicht. Alcrander von Hum-bolt, dieser Fürst unter den naturforschenden Reisenden, anerkenntdies und sagt:Der Chimborasso und Cotopari, von denHochebenen LieomS und Mucalo's aus betrachtet, scheinen nichtso großartig, wie der Col du Geant oder Col de Cramont, welche ,

de Saussure gemessen." Oder wo sicht man, England ausgenom-men, das tiefe, erquickende Grün der Matten; die seladongrünenWellen der Ströme, wenn sie gebadet aus den Seen hcrauS-trctcn; oder der Sec» weite Spiegel, von einem Kranz von Dör-fern, Städten und prächtigen Villen oder einsamen Wohnungenumschlungen, wenn sic zitternd das Bild der himmelhohen Alpen,wie ans einem durchsichtigen Abgrund, zurückgcben!

Fast in gleicher Mannigfaltigkeit, wie die Gestaltungen vonThal und Gebirge, sind es auch Sprache, Sitten und sonstige Eigen-thümlichkeiten der Bergbewohner, und sind der Betrachtung einesdenkenden Geistes nicht minder würdig als jene. Doch nicht nur >

etwa die bunten Trachten, die Knhrcihcn der Hirten, die Ring-nnd Schwingspielc im Berner Obcrlande, die Winzerfeste am Le-man, und Anderes, was die Neugierde der Reisenden im Vorbei-gang ergötzen mag, ist hier gemeint. Aehnliches besteht auch in