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Als aber nach vollzogenem Aufträge das ErgeLniß war, daßselbst in Kleinigkeiten das Tranmgesicht in vollkommener Uebcr-einstimmung mit der Wirklichkeit stand; als Gottfried und seinWeibchen bald selber bei ihren Acltern zum Besuch erschienen, unddas oft Gesagte und Gehörte wieder gesagt und gehört ward,rief der alte Herr, indem er lächelnd den Kopf schüttelte: „ Wasmuß man erleben, wenn man lange lebt! So glaub' ich dennfortan auch steif und fest an Joseph in Aegypten. Aber," fuhr erfort und betrachtete, indem er mit verstelltem Grausen einen Schrittzurucktrat, den Künstler, der sein junges Weib im Arme hielt: „Mirwird angst und.bange. Ihr Beide seid ein mysteriöses, verzaubertesPaar, das im Schlafe mehr schaut und weiß, als der klügsteMensch mit offenen Augen. So du, Gottfried, in deinem Fieber-traum zu München; so nun Josepha, die .mit ihrem magischenRing, statt der Brille, durch alle Häuser, Straßen und Mauernder Stadt gewährt, was bei uns hier draußen geschieht. Undwas wird mit der Zelt endlich aus cuerm Kinde, dem Erben eurerSehergaben werden müssen? Ohne Zweifel ein Prophet, wie dieZeiten des alten und neuen Testamentes keinen größer« kennen."
„Nein, Väterchen, jeden Scherz hier Lei Seite!" unterbrachlhn seine Gemahlin etwas unzufrieden: „Zeig uns offen deineGedanken über so wundersame Erscheinungen."
„Kind," antwortete er, mit leisem Seufzer himmelwärtsblickend; „Gott ist der Allweise; der Weiseste auf Erden ein un-wissendes Klnd. Aus gcsammten Versuchen, die Räthsel desWeltalls und unsers eigenen Daseins, Wirkens, Wachens undTräumens zu lösen, ernten wir nur wieder neue Räthsel. Werkennt die Seele des Zugvogels, der !m Herbst seinen Weg, ohneKompaß und Landkarte, nach Afrika weiß, und im Frühling ebenso sein europäisches Nest bei uns wieder zu finden versteht? Auchunserer menschlichen Seele scheint etwas inne zu wohnen, wodurch
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