Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
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zu wahren, Verliehen sic Karlsruhe später; und der Künstler schlugseine Werkstättc in der eigenen Vaterstadt auf, um in engerm,täglichem Verkehr mit allen Lieblingen seines Herzens, mit Aelternund Brüdern zu wahnen.

Allein die bisherige Erzählung ist keine äsopische Fabel, einerguten Lehre wegen gegeben; auch kein Mahrchen, keine Novellezur Unterhaltung gedichtet. Sie wäre dafür zu einfach; ohne Ver-wickelung, ohne Neugier anregendes Interesse auf Entwickelung.Man sicht's ihr an, sie ist wahre, wirkliche Geschichte aus einemFamilienleben. Sie würde zu unbedeutend sein, mitgctheitt zuwerden, wäre das bisher Gesagte nicht bloß Einleitung zum nunfolgenden Schluß, zur Hauptsache des Ganzen gewesen; zur Er-zählung einer Thatsachc, die, wie unglaublich oder romanhaft siescheinen mag, dennoch Thatsachc bleibt. Selbst der etwas zweifel-hafte Bergdircktor konnte sie nicht hinwcgkäugncn. Er nanntesie nur eines der tausend nnanflöslichcn Näthsel in der Erfahrnngs-Seelcnknnde.

Doch zur Sache:

An einem nebelichten Wintcrmorgen, es war der zwanzigsteNovcmbertag des Jahres 1844, näherte sich dem einsamen Wohn-haus? des alten Herr» Jansen ein Unbekannter. Es war ein ält-licher Mann, schlicht gekleidet, in einen graubraunen Ueberrockgehüllt, mit schleppendem, gelähmtem Gange. Er trat in denGarten, irrte zwischen den Beeten hin, die Thür des Gebäudessuchend, zu welchem ihm die halbcntlanbten Gebüsche umher denZugang verbargen. Mißmnthig schlich er längs der Außenseite desLandhauses hin, und um dasselbe herum, bis er im geräumigenHofe dahinter die Thürc fand. Er trat ein.

In der Küche, denn schon nahte der Mittag, ordnete die viel-geschäftige Hansmnttcr, nach ihrer Gewohnheit, was zur Mahl-zeit des Tags erforderlich war. Sic horte am Herde die Schritte