zigcn Dank stammeln! Aber er sieht mein Inneres. Mein gan-zer Geist ist Gebet!" sagte sie mit gebrochener Stimme und ent-kräfteter, und erschöpfter, als sie selbst aus dem Schiffe gewesenwar. Gottfried trug ein Bündel Reiser herbei, auf dem sie ruhenkonnte.
Während sie sich unter ermunternden Gesprächen des Künstlerserholte, der sich mit Robinson auf der wüsten Insel verglich, undseine Lage glücklicher pries, als jenes Gescheiterten, arbeiteteman auf dem Dampfboote emsig, das beschädigte Rad, so gut esdie Umstände erlaubten, wieder brauchbar herznstcllcn. Es gelangnothdürftig. Nach einigen Stunden konnten sich die Insulanerwieder einschiffcn; und langsam und behutsam ging die Fahrt genStraßbnrg und Kehl. Unser Pärchen aber erreichte von da wohl-behalten Karlsruhe.
S. Der Ring.
Hier könnte die kleine Erzählung füglich geendet, und allen-falls noch, wie eine äsopische Fabel, mit der Nutzanwendung ge-schloffen werden: daß Vorbedeutungen, diese Gespenster und Ge-spinnstc kindischer Einbildung und kränklichen Verstandes, eigent-lich Nachbedeutnngcn heißen sollten. Denn wenn nichts erfolgt,worauf sie sich beziehen lassen, läßt man sie nnbeachtct und ver-gessen.
So wurden auch in der Familie Jansen, sogar von Josephe»und dem ehrenwcrthcn Professor, die Weissagungen der Halmen-kränze und des verlornen Ringes endlich vergessen, weil nichtsweniger, als das geschah, was man furchtsam davon erwartethatte. Gottfried und seine Gattin lebten Jahre lang, und lebennoch hcnt, in der glücklichsten Ehe. Sie sind von Kindern um-spielt, schön und selig, wie Amoretten. Ihr häusliches Glück