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„das schrecklichste Leos, das uns erwarten konnte; cs ist nns ge-fallen/'
„Noch nicht!" crwiedertc er, nnd zog sic fester an seine Brust:
„Noch nicht! Und wenn auch-— Wir haben gelebt und
geliebt/'
„Vom Traualtar ins frühe Grab! ES ist hart!" lispelte sieleise nnd matt.
„Fasse Muth, Gott waltet heut, wie sonst!" sprach er derZitternden zu: „Ich fühle Kraft ln mir, dich dem Nachen der Ge-fahr zu entreißen. Nnd war' cs unser Verhängniß, — dürfen wirnicht mit einander leben, — Joscpha, süß ist's mit einander zusterben. Du, Engel, führst mich in die Ewigkeit. Aber sieh doch,da sendet uns der Himmel Rettung herbei. Steigt die Noth amhöchsten, ist nns Gott am nächsten."
Drei bis vier Fischerkähne ruderten um die Wette von einemder benachbarten Dörfer über den Rhein heran. Der Lärmen desJammers verwandelte sich schnell in Frcudcngeschrei, Johlen undWinken mit Händen, Hüten und Tüchern. Alles drängte unge-stüm zur Treppe des Dampfbootes. Die Nachen füllten sich, fuh-ren ab zur Insel; kehrten zurück, nnd in kurzer Zeit befand sichder gcsammtc Schwarm der Reisenden auf festem Boden. DieEine» standen stumm in sich gesunken mit gefalteten Händen,wie betend; Andere umarmten sich weinend; Andere liefen wildund tobend auf und ab; Andere hüpften nnd sprangen in anSge-lasscncr Freude.
»Eilender, Messieurs, Mesdames!« rief der kleine Franzose,der am Bode» beschäftigt saß, aus Wcidcnrinde eine Pfeife zu >
schnitzen: »Itv eoiunieueer pas la danss, je vons jouorsi I»
Nute!«
Josepheus Augen leuchtete» in Entzücken und Thräncn. „Ichmöchte hier ans die Knie fallen und im Staube dem Allbarmhcr-
«