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bisher so Glückliche» aufs Krankenlager gestreckt; zuletzt, und fastam gefährlichsten die gute Mutter, die zärtliche Pflegerin Aller.Furcht vor Ansteckung verscheuchte die gewohnten Besuche.
In dieser Einsamkeit war es Herrn Jansens ausschließlicheBeschäftigung, durch die Zimmer, von Bett zu Bett, seiner lei-denden Lieblinge zu gehen; jeden derselben durch Scherze zu er-heitern, durch Erzählungen zu zerstreuen, durch nahe Hoffnungendes Gencscns und bunte Pläne für die Zukunft zu ermuntern, —War er aber allein und sich selbst überlasten, prüfte er gewöhn-lich seinen Mannes- und Christcnmuth, und forschte sich selberaus, wie er dann Wohl sein, und sich nehmen würde, wenn auchdas schwerste der Schicksale über ihn hcrfiele. Er war weit ent-fernt, sich das Bitterste mit süßen Hoffnungen zu überzuckern,oder, wie cr's gegen seinen Freund Grübelich nannte, sein Gc-müth zu verhätscheln.
„Niemand kann das Schicksal überwältigen," schrieb er seinemSohne: „aber Niemand soll sich auch von ihm überwältigen las-sen. Zieht die Gefahr heran, die wahrscheinliche, oder die un-vermeidliche: mustere du sie, mit all ihren möglichen Schrecknissen;frage, was kann sie dir rauben? dann antworte und rüste dich.Entreißt sic mir Hab' und Gut: wohlan, ich will entbehren; Mil-lionen sind arm, aber unverschuldete Noth gelassen zu dulden, istchrenrcich. — Raubt sie mir Weib und Kind, die ganze Freudemeines Lebens, all meine süßen Gewohnheiten: wohlan, es sei;ich stehe dann einsam, aber mit mir ist Gott noch, und uns Allengehört die Ewigkeit an. — Bringt sie mir Tod: wohlan, so bringtsie das Ende jedes Leides. Gottergebene Dcmnth gibt stolzenChristenmnth, der mit Gott überall siegt."
In diesem Sinne hatte er auch Gottfried ermuntert, die Hoch,zeitfeicr keineswegs länger zu verzögern.
Dieser gehorchte gern, und doch wieder mit Bangigkeit undZsch. Ne». XlV. 4