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Er hatte Recht. Es war die Trennungsstunde. Da wurdenalte Prophezeiungen vergessen. Man sprach nur von fleißigemBriefwechsel und Hoffnungen baldigen Wiedersehens. Der jungeKünstler eilte in die großherzogliche Residenz zurück; seine Ver-lobte zu ihrer verlassenen Mutter.
K. Ein langer Glückwunsch.
Es war nur kaum ein Jahr verflossen, als Gottfried schon ver-kündigte, Alles sei in seinem Hanse bereitet, die künftige Lebens-gefährtin bei sich anfzunehmcn. Die Mütter waren indessen nn-crmüdct beschäftigt gewesen, die jungen Leute zum künftigen Haus-halt genügend auSznstatten, selbst mit den entbehrlichste» Ent-behrlichkeiten. Nun wurde nnr noch von den Feierlichkeiten derVermählung gehandelt, über das Wann? nnd Wo? und Wie? —Zum Wann endlich der achte Septembertag bestimmt; zum Wo,ein freundliches Bergdorf, glcichweit vom heimathlichcn Wohnortder Aeltcrn entlegen; — zum Wtc ein fröhliches Mahl mit schnel-lem Abschied der Neuvermählten nach demselben. Nichts fehltemehr; am wenigsten die ermüdende Menge von Glückwünschender Vettern nnd Gevattern.
Auch der Professor Grübelich brachte den seinigcn freundnach-barlich bar, mit lateinischen Phrasen zierlich geschmückt. Dankenderwicderte der Bergdirektor: „Sie haben Recht, Nachbar! Nir-gends im menschlichen Leben sind Glückwünsche an besserer Stelle,als vor der Pforte eines neuen Ehestandes. Folgte nur immerden Wünschen das Glück so nah, als sic ihm weit vorauslaufe».Doch hoff ich das Beste, statt wie ein gewisser grundgelehrterHerr, Sie kennen ihn vielleicht? wegen eines verlorenen Ringes,oder gar eines Flechtwcrks von Gras, das Böseste zu erwarten.