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tagsstnndc Klein und Groß nm den tanncnen Eßtisch znm sehreinfachen Mahle. Bon da an aber fröhliches Gelächter, Lärmenn»d Spiel des jugendlichen Schwarms, im Hause, Hof und Gar-ten, his hoch am Berge hinauf, während in heiterer Unterhaltungdie Aeltcrn mit den besuchenden Freunden oder Fremden am run-den Gartentische saßen, im Schatten überhangender Loniecren-nnd Philadelphcn-Gebüsche. Abends dann tönte gewöhnlich derKnaben vierstimmiger Gesang, am langen Rosenhag, durch dieStille der Gegend und forderte gar anmnthig Antwort vom Wieder-hall. Selten ward Ruhe »nd Einförmigkeit dieses Lebens durchungewöhnliche Ereignisse gestört.
Doch eines Morgens, als der Batcr noch im Schlafroeke vordem Schreibtische seines Arbcitskabinets am Fenster saß, tratMutter Anna, ernste» Gestchts, zu ihm ein. Ehe sie sprach, ver-kündete ihre Miene schon Außerordentliches.
„Was gibt's, liebes Kind?" fragte er und legte erwartungs-voll die Feder nieder.
„Du stehst es nun!" sagte sie, mit einem Tone, der dasSchlimmste ahnen ließ: „Du sichst cs nun, ich habe also dochRecht gehabt."
„ Wann hättest du jemals Unrecht?" versetzte er lächelnd: „undworin hast du diesmal Recht?,,
„Was ich längst befürchtete," antwortete sie: „was du abernicht glauben mochtest; unser Jakob und Else sind mit einander inheimlichcm Liebesverständniß."
„Im heimlichen Liebesverständniß?" wiederholte der Kirchen-rath betroffen und doch, wie noch zweifelnd. Aber, wie er sichauch stellen mochte, dennoch konnte er eine gewisse Unruhe nichtverbergen.
Um sich diese Unruhe zu erklären, darf man nur wissen, daßder, welcher „Unser Jakob" hieß, einer der älter» Söhne des