Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
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ter Stimmt». Ein jubelnder Schwarm zog dem Vater entgegen;voran im Sprunge die erwachsenen Knaben; ihnen nachlärmend dieleichtfüßigen Kleinen. Kanin hatte er sie alle mit Herzen undKüssen befriedigt, umschlangen ihn die Arme seiner treuen Anna,der rührigen Hansfran, deren Antlitz vierzig Lebensjahre kaum einFältchcn ausgeprägt hatten. Neben ihr stand harrend Joseph, derälteste der Sohne, sein junges Weibchen am Arme, ihm erst jüngstanvcrmählt. Auch Else, das Stubenmädchen, drängte sich endlichherzu; denn auf ihrem Arme zappelte die vierjährige Christianemit Füßen und Händchen dem Vater entgegen.

Sv hielt der frohe Mann, inmitten einer Leibwacht, wie siekein König treuer »nd zärtlicher hat, seinen Einzug in die Vonden Kindern mit Eichenlaub und Blumen bekränzte Thürc derfriedlichen Heimath.

2. Bedenkliche Aussichten.

Nach wenigen Tagen war Alles, was der erste Freudcnsturmans den Fugen getrieben hatte, schon wieder in die altüblicheHausordnung zurückgctretcn. Diese war aber so schlicht, anfwand-los und aller Zerstrenungssncht fremd, wie kaum in einem minderbemittelten Hanse von Rorau. Auch dies bildete mit die Grund-lage des Familicnglücks. Die Geschichte eines ganzen Jahres glichungefähr der Geschichte jedes Tages.

Winters, wie Sommers, war Alles im Hanse früh wach. Jederan sein Geschäft; Vater Daniclis unter seinen Büchern und Schrif-ten in den obern Zimmern, oder in den Frühstunden die älternSöhne in Sprachen und Wissenschaften unterrichtend; Mutter Annadrunten im Erdgeschoß allgegenwärtig wirthschaftcnd, oder mitihren jünger» Kindern Schule haltend. Nach einer wahrhaft klöster-lichen Stille der Morgenzeit, versammelte die ziemlich späte Mit-