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2. Die christliche Zeit 2 (1856) Viertehalb Jahrhunderte
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Die Stacitsumwälzung in England.

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während das Heer immer mehr die Angelegenheiten des Staates zwverhandeln anfing. Während dieser Vorgänge machte der König imJahre 1648 einen unglücklichen Versuch, seiner Haft zu entkommen, undward auf der Insel Wight, wo man ihn ansgehalten, in neuen Gewahr-sam gebracht. Auch fand noch einmal eine Erhebung seiner Partei inEngland statt, die von einem Einfalle der Schotten begleitet sein sollte,aber das Ausbleiben der Schotten erleichterte die abermalige Befiegungder Königlichen. Als nun die Schotten aber doch zu Gunsten des Kö-nigs in England einrückten, besiegte sie Cromwell bei Preston, südlichvon Lancaster. Bei seiner Rückkehr nach London fand der Sieger dieeigentlich presbyterianischen Mitglieder durch die zurückgebliebenen Trup-pen ans dem Parlamente getrieben, das seitdem den Namen einesRumpfparlamentes verdiente. Die Gewalt lag fetzt in den Händen desHeeres und wurde durch die Führer desselben geübt. Auf deren Forderungwurde von dem Parlamente die Anklage des Königs auf Hochverrathbeschlossen, mit dem die vertriebenen Parlamentsglicder einen Vergleichhatten schließen wollen. Mittelst eines förmlichen Nechtsverfahrens wurdeKarl, indem man ihm das im Bürgerkriege vergossene Blut zur Lastlegte, von einem zu dem Ende von dem Nnterhause ernannten Gerichts-höfe im Jahre 1649 zum Tode verurtheilt, nachdem das Unterhaus sichals dem Vertreter des Volkes, aus welchem alle gesetzliche Gewaltstamme, im Widerspruche gegen das Oberhaus das Recht zu solchemVerfahren bcigelegt hatte. So starb der König, den man während derVerhandlung nur Karl Stuart genannt hatte, wie seine Großmutter,auf dein Blutgerüste. Als sein Haupt gefallen war, erklärte Cromwelldie Religion für gerettet und den Freistaat für gegründet. Es wurdesowohl das Königthum als das Oberhaus abgeschafft und zur Führungder Negicrungsgeschäfte für die Zeit, wo das Parlament nicht versam-melt sei, ein Staatsrath ernannt. Die Grundsätze der Umwälzung, durchwelche ein früherer König England von der Kirche losgerissen, hattensich gegen seinen Nachfolger gekehrt, und den Urhebern der argen Tha-tcu, die sich selbst Heilige nannten und in einer zur festen Gewohnheitgewordenen Verblendung oder Heuchelei ihr ganzes Thun als einenKampf im Namen Gottes darftellten, mußte die heilige Schrift fort-während Sprüche zu ihrer Rechtfertigung liefern.

6. Die Gemahlin des Hingerichteten Königs ging mit ihren Kin-dern nach Paris, wo sie fedoch während des Streites Mazarins mit derFronde so vernachlässigt wurde, daß sie Mangel litt. Ihr ältester SohnKarl lebte, in der Hoffnung, die Kronen seines Vaters wieder zu ge-winnen, meist Ln den Niederlanden bei dem Statthalter Wilhelm H.,dem Sohne des Friedrich Heinrich, welcher der Gemahl seiner Schwe-ster war. Die Hoffnungen für Wiederherstellung der Tamilie beruhten