Die Staatsumwälzung in England.
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! lischen Parlaments veranlaßte nun eine Erhebung der Irländer, die sichFreiheit der katholischen Religion erkämpfen wollten und sich für ungc-l rechte und grausame Behandlung fetzt blutig rächten. Mit den Schotten^ war dagegen ein Friede unterhandelt worden, und obgleich derselbe nochnicht zu Stande gekommen war, begab sich der König nach Schottland,um nach einer an ihn gestellten Forderung das dortige Parlament selbst^ zu eröffnen. Auf eine Ausgleichung mit den Schotten hoffend, kehrte ernach London zurück, fand das Parlament, von dem er vergebens kräf-' tige Hülfe zur Unterdrückung des irischen Aufstandes forderte, noch ingleicher Feindseligkeit und steigerte dieselbe dadurch, daß er im Jahrei 1642 einige hervorragende Mitglieder desselben verhaften wollte. Eswar an Aussöhnung nicht mehr zu denken. Das Unterhaus übte alleGewalt und nahm sogar das Recht, dem Heere zu befehlen, in Anspruch.Der König entfernte sich aus London und suchte im Norden und Westendes Landes Beistand, während seine Gemahlin nach den Niederlanden! ging, um auswärtige Hülfe zu gewinnen. Der Bürgerkrieg brach aus,in welchem der König hauptsächlich in dem Adel, den Cavalieren, seineAnhänger hatte und die Macht des Parlaments auf Bürgern undBauern beruhte, die man nach ihrem kurz abgeschnittenen Haare dieNundköpfe nannte. Der Krieg war zugleich ein Neligionskrieg. Die^ Parlamentspartei bekämpfte in den Königlichen oder den Cavalieren zu-gleich die Anhänger eines verhaßten Kirchenthums, und fühlte sich inf sittlicher Hinsicht über dieselben erhaben, da sie auf Beispiele von Weich-lichkeit und Unsittlichkeit unter dem Adel Hinweisen konnte, denen sie dieSchlichtheit des Bürger- und Bauernstandes gegenüberhielt. Um aberi in der heiligen Schrift ein Vorbild für ihr Thun zu haben, betrachteteni die Puritaner sich als das Volk Israel im Kampfe mit den Kanaani-tern, und diese Anschauung gab den Sitten und Redeweisen der Parteiein besonderes Gepräge. Zwei Kriegsfahre vergingen ohne entscheiden-des Ereigniß, während deren die Empörer sich mit dem schottischen Co-venant verbündeten. Im Jahre 1644 cröffnetc der König zu Oxfordein aus seiner Partei berufenes Parlament, daS er dem zu London re-i gierenden entgcgcnstelltc. Doch cs gelang ebenso wenig, das Land von? dein feindlichen Parlamente abzuziehen, als mit demselben angeknüpftei Unterhandlungen einen Erfolg hatten. Das Parlamentöheer, das vonSchotten unterstützt die Stadt Pork belagerte, erfocht über ein könig,liches Heer, das zum Entsätze der Stadt heranrückte, bei Marstonmooreinen entscheidenden Sieg unter Fairfar. Des errungenen Uebergewichtesz bediente sich die Partei zu blutiger Verfolgung der Anhänger des bischöf-> lichcn Kirchenwesens, von der auch die Katholiken betroffen wurden.Der Erzbischof Land von Canterbury, der zu den Vertrauten des Königsgehörte und das Werkzeug bei dessen kirchlichen Anordnungen war, wurde
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