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Position in kurzer Zeit und drang auf Catania, welches 20,000 Einheimische und Fremdegegen die königlichen Truppen vertheidigten. Von der See und zu Lande angegriffen, fiel auchdieser Concentrationspunct der Empörer durch Sturm am 6. April in Filangieri’s Pliinde; dieganze Ostküste Siciliens war in w-enig Tagen erobert und der entschlossene General konnte seinenMarsch gegen Palermo ungehindert richten. Das hier tagende Parlament gerieth in die grössteBestürzung und unterwarf sich mit der empörten Provinz auf Gnade und Ungnade dem siegreichenFeldherrn, der am 15. Mai seinen Einzug in Palermo hielt. Der König ernannte Filangieri zumDuca di Taormina und zum Statthalter Siciliens. In den gefährlichsten Lagen war Filangieriseinem Könige stets treu zur Seite gestanden, hatte seinen Muth in dem Kampfe gegen dieRevolution oft neu belebt, durch Kriegserfahrenheit, Unerschrockenheit und Ausdauer demmonarchischen Principe und der Sache der gesellschaftlichen Ordnung mit aufopferndem Eifergedient, das zur Bekämpfung der Empörung verwendete Truppencorps zum Zwecke einer sieg-reichen Durchführung der Expedition organisirt, und in richtiger Würdigung der Lago Italiensund seiner w'ahren'Bediirfnisse wesentlich dazu beigetragen, den König von Xeapel zu bestimmen,sich wieder Österreich zu nähern und die diplomatischen Verbindungen anzuknüpfen.
Diese ausgezeichneten Verdienste veranlassten Se. k. k. Apostolische Majestät, den General-Lieutenant Filangieri, über Vortrag des kaiserlichen Ministers des Aussern Feldmarschall-Lieutenant Fürsten zu Schwarzenberg, mit einem besonderen Merkmale der AllerhöchstenAnerkennung zu belohnen und ihm mit Allerhöchster Entschliessung aus Schönbrunn vom 31. Mai1849 das Co m m a n deurkr e u z des Maria Therosien-Ordens zu verleihen.
LÜDERS, Alexander N i k o 1 aj ewitseh, kaiserlich russischer General der Infanterie undGeneral-Adjutant, ist im Jahre 1790 aus einer ursprünglich deutschen, aber längst in Russlandansässigen Familie geboren, deren Mitglieder sich seit mehreren Generationen dem Kriegsdiensteihres adoptirten Vaterlandes gewidmet haben. Lüders trat 1807 in die Armee, wohnte demKriege in Finnland 1808 und den Feldzügen von 1812—1814 bei, stieg, durch Connexioncnbegünstigt, ziemlich rasch von Stufe zu Stufe und machte sich besonders im polnischen Feldzugevon 1S31 bemerklich, indem er als General-Major und Commandant einer Brigade der 5. Infan-terie-Division beim Sturme von Warschau durch musterhafte Umsicht und Tapferkeit zur Ent-scheidung beitrug. Dafür zum General-Lieutenant befördert, stand er mehrere Jahre hindurchals Stabschef beim 2. Infanteriecorps, bis er 1838 an der Stelle Murawjew’s das Commando überdas 5. Infanteriecorps erhielt. Als 1843 eine Division desselben nach dem Kaukasus beordertwurde, führte Lüders, der um diese Zeit zum General der Infanterie avancirte, sie persönlichdahin und nahm an allen Kämpfen der beiden folgenden Jahre, namentlich an dem Zuge nachDargo, mit Auszeichnung Theil. Von einer liingern, zur Herstellung seiner durch die Kriegsstra-pazen erschütterten Gesundheit unternommenen Reise nach dem südlichen Europa zurückge-kehrt, trat er wieder an die Spitze seines nunmehr in Bessarabien aufgestellten Corps, mit welchemer im Juli 1S48 über den Pruth ging und in Verbindung'mit Omer Pascha die Insurrection derRomanen in den Donaufürstenthümern unterdrückte. Kachdem die Intervention Russlands in Ungarnbeschlossen worden, drang Lüders am 19. Juni 1849 mit 25,000 Mann durch den Rothenthurm-pass in Siebenbürgen ein, eroberte Hermannstadt, sehlug Bern am 31. Juli bei Schässburg undam 6. August bei Grossscheuern aufs Haupt, und zwang in Deva am 18. August 6000 Insurgen-ten mit 50 Geschützen zur Capitulation. Diese schnell erreichten Vortheile veranlassten SeineMajestät den Kaiser dem tapfern General der Infanterie von Lüders mit Handbillet aus Schön-brunn vom 22. August 1849 das Commandeurkreuz des Maria Theresien-Ordens zu verleihen.