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Verwirrung hervorzubringen, dass die Bagagewägen Kelirt machten, auf dieChaussee von Temesvar flüchteten und der Landsturm aus einander stob. Bis zudiesem Augenblicke hatten die Insurgenten ihre Stellung hinter demBercgszd-Bachebehauptet, von jetzt an aber, wo» nicht nur alle Abtheilungen des 4. Armeccorpsin deren rechte Flanke unaufhaltsam vorrückten, sondern auch die Cavallerie-Division Wallmoden und die kaiserlich russische Division Panutine wiederdie Offensive ergreifen konnten, war der Mutli des Feindes gebrochen und derangetretene Rückzug gestaltete sich in eine Deroute.
Wenn dem tapferen und umsichtigen Fürsten durch sein freiwilliges undplötzliches Erscheinen auf dom Kampfplatze, durch die Vertreibung des Feindesund Cotoyirung des linken Flügels unserer Armee der wesentlichste Anthcilan dem grossen Erfolge des Sieges hei Temesvar unbezweifelt gebührt, so warendie Resultate desselben nicht minder wichtig und von massloser Tragweite. Aufder rastlos unternommene!? Verfolgung des total gesprengten Feindes, welche demFürsten ausschliesslich mit seinem, dem 3. Armeecorps und der Cavallerie- Divi-sion Wallmoden übertragen wurde, und die er in drei verschiedenen Richtungenmit seltener Energie fortsetzte, — gelang es ihm, hei Szlatina 1200 Mann mit76 Geschützen, hei Deva 4000 Mann mit 24 Geschützen, hei Karansebes 3000 Mannmit 36 Geschützen zur unbedingten Capitulation zu zwingen und in etwas mehrals vierzehn Tagen diese schwierige Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit des Feld-herrn zu lösen.
Fürst Franz zu Liechtenstein, der Repräsentant der Reiterei des kaiser-lichen Heeres, hatte gleich seinem Vater an ihrer Spitze manche wackere Thatdurchgeführt und im Kriege das Vertrauen seines Kaisers befestigt, welches ihn beidem eingetretenen Frieden zum Commandanten des Cavalleriecorps berief. Indieser Stellung wirkt der erfahrene Fürst mit ganzer Hingebung für den Ruhmder Waffe und hat die Genugthuung in den häufigen Fällen, wo das Corps zugrösseren Übungen zusammengezogen wird, sich jedesmal der AllerhöchstenAnerkennung zu erfreuen.
SZTANKOVICS, Ludwig Freiherr von, General-Major, Ritter des Ordens dereisernen Krone 2. Classe, wurde im Jahre 1804 zu Edeleny im Borsoder Comitategeboren. Sein Vater Andreas Sztankovics erhielt für seine Verdienste alsRittmeister und Schwadrons-Commandant unterm 16. November 1827 von weilandKaiser Franz I. den Adel; der Sohn war im 16. Jahre in dasselbe Regiment alsCadet cingetreten, in welchem der Vater diente (Erzherzog Ferdinand-Husaren),und nach Jahresfrist zum Lieutenant, im November 1831 zum Hauptmann beidem 49., im April 1842 zum Major hei dem 31. Infanterie-Regimente vorgerückt.
Die Bewegung des Jahres 1848 traf ihn als Oberst-Lieutenant mit dem Regi-mente in Temesvar, der Stätte, welche ihn berühmt machen sollte.
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