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2 (1857)
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1364
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sich erhob. Die Laufbahn Radetzkys begann wie nahezu die fast eines jedenösterreichischen Generals. Eine gute Schule des Gehorchens führte zu einer gutenPraxis des Befehlens.

Graf Radetzky trat am 1. August 1784 als Cadet in das Kürassier-Regi-ment Nr. 2 und rückte am 3. Februar 1786 zum Unterlieutenant und am11. November 1787 zum Oberlieutenant vor. Seine Sehnsucht, nach drei Dienst-jahren endlich aus der langweiligen Bahn des Garnisonlehens hinaus in die Al eitzu ziehen, wo es Kampfund Gefahr, AAhmden und Ehren galt, ward 1788 erfüllt,als der Krieg; mit den Türken ausbrach. An der Seite des Feldmarschalls GrafenLacy, dessen Ordonnanz-Officier er war, bethätigte er sich in den Belagerungenvon Berbir und Belgrad und an dem gefahrvollen Rückzüge von IJlova nach Karan-sebes. Zum Rittmeister befördert (11. August 1794), focht er in diesem Jahreunter dem Prinzen Josias von Coburg und im darauffolgenden unter dem Feld-zeugmeister C 1 erfay t am Niederrhein. Als Adjutant des eommandirenden Gcncral-Feklzeugmeistcrs Baron Bcaulieu zeichnete er sich bei dem Angriffe auf denrechten Flüg-el der französischen Armee bei V oltri aus, so dass sein Name in demBerichte mit besonderer Anerkennung hervorgehoben wurde. Sein Avancementzum Major im Pionniercorps (29. Mai 1796) liess ihn in dem Feldzuge von 1797an der Befestigung von Gradiska und den Schanzbautcn am Isonzo seine Fähig-keiten abermals glänzend bezeugen und weiter bei verschiedenen Strassenanlagcnin Italien zu wiederholten Malen erproben. Zur Zeit der Eröffnung des Feldzugesvon 1798 stand Graf Radetzky als Commandant des Pionniercorps bei der italieni-schen Armee, vertauschte aber später diesen Posten mit der eines General-Adju-tanten des eommandirenden Generals Me las, der in Anerkennung der Talentedes jungen Mannes schon seit Langem auf dessen definitive Anstellung als solchenhingewirkt hatte. Bei der ersten Gelegenheit suchte der Major diesen Ruf vonNeuem zu verdienen und Melas hob ihn in dem Berichte an den Ilofkricgsratlis-I'räsidenten über die Schlacht an der Trcbia folgendermasscn hervor:

Ichmuss dem Oberst-AVaclitmeister und Pionnicrcorps-Commandantcn GrafenRadetzky, so die Gcncral-Adjutantcnsdienste einstweilen versieht, wegen dessenganz besonders und selbst in der wüthendsten Gefahr mit Auszeichnung und Uner-schrockenheit geleisteten vortrefflichen Dienstes E\v. E. gütiger Rücksicht zur Nam-haftmachung Sr. Majestät unseres allergnädigsten Monarchen vorzüglich empfehlen.Noch ausführlicher ergeht sich Melas in einem Schreiben an denselben Präsidentenvom 27. Juni 1799 über des Majors militärische Talente und Bravour, dessen Thä-tigkeit und raschen Überblick, und empfiehlt ihn angelegentlichst der Beloh-nung mit dem Ritterkreuze des Maria Thercsien-Ordens. AA'ennglcich nun dieseBefürwortung nicht den lctztangedeuteten Erfolg hatte, ward doch Graf Ra-detzky mittelst nachträglich cingelangtenRcscriptcs vom 1. Mai 1799 zum Ob erst-Lieutenant und definitiven General - Adjutanten des Commandircndcn ernannt.