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2 (1857)
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1343
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Hessen-Homburg und das Pionniercorps, am rechten Flügel unter dem Commando desGeneral-Majors von Wo eher die Grenadier-Bataillone Hewiger, Zagitschek, Favancourt,Strassoldo, vacat Tittldorf und Stransky aufgestellt zwischen den Grenadier- undInfanterie-Bataillonen eine Fussbatterie aufgefahren. Die rechte Flanke, unter Commando desGeneral-Majors Grafen von Gyulay, bestand aus der Division des Uldanen-Rcgiments ErzherzogKarl und dem Clievauxlegers-Regiment Fürst Liechtenstein; in der Mitte des ersten Treffensbefand sich eine Cavallerie-Batterie, die linke Flanke unter dem Commando des Obersten Jüttnorbildeten vier Compagnien des Bombardiercorps, vier Compagnien des zweiten Feldartillerie-Kegiments; in der Mitte des ersten Treffens war eine Infanterie-Batterie placirt. Feldmarschall-Lieutenant Prinz Wasa commandirte die ganze Parade.

Ausserdem waren noch eine Abtheilung von Invaliden aus dem Wiener Invalidenhause unddie Zöglinge der Ingenieur-Akademie der Parade beigozogen. Erfreute sich das Auge an derherrlichen Haltung jener in Kraftfülle dastehenden Truppen, so war jedes Herz mächtig bewegtbeim Anblicke von vier Veteranen, Chevauxlegers von Windiscli-Grätz, die bei Aldenhoven undKeerwinden mitgekämpft: Wilhelm Jansens (geboren 1778, Soldat seit 29. Jänner 1793),Joseph Maquet (geboren 1768, Soldat seit 28. October 178S), Johann Biot (geboren 1770,Soldat seit 1. August 1790) und Albert Fous (geboren 1767, Soldat seit 13. Jänner 1793),welche von ihren Stationsplätzen nach Wien zum Feste beordert, rüstig in Wehr und Waffen zußoss mit den ausgerückten-Truppen auf dem Glacis erschienen, und abgesessen, in den Vorder-reihen zur Rechten des kaiserlichen Prachtzeltes, zwischen diesem und dem Zelte, w r orin dieMitglieder des Maria Theresien-Ordens versammelt waren, einen Ehrenplatz fanden. Das erwähnteKaiserzelt mit einer zwei Stufen hohen Estrade, die schlanken Säulen mit Lorber umwunden,die österreichischen und kaiserlichen Farben in den Fahnen auf der Decke w-ar dem Centrumgegenüber; hundert Schritte davon entfernt aufgeschlagen, dreissig Schritte vom Kaiserzeltebefand sich das Messzelt mit dem Altäre; zu beiden Seiten des Kaiserzeltes sah man die Zeltefür die Mitglieder des militärischen Maria Theresien-Ordens und der Generalität, zu beidenSeiten neben diesen zwei Zelten wieder zwei andere für die Damen und Cavaliere; zu beidenSeiten des Kaiserzeltes standen die Trabanten-Leibgarden, vor denselben Arcieren, ungarischeadelige und lombardisch-venetianisch-adelige Leibgarden. Um 10 Uhr des Vormittags stieg derKaiser in Feldmarschallsuniform zu Pferde und begab sich, begleitet von den Erzherzogen, um-geben von dem General-Adjutanten, dem Oberst-Stallmeister, den Capitänen der Leibgarden undeiner zahlreichen, glänzenden Suite von Generalen, auf das Glacis, wohin auch die Kaiserinn mitden übrigen höchsten Frauen und den jungen Erzherzogen, umgeben von den Leibgarden, unterVorreitung des Hof-Equipagendirectors, sich zu Wagen verfügte. Nachdem der Kaiser die Fronteder aufgestellten Truppen abgeritten, wobei ihm die Kaiserinn folgte, begaben sich beide in dasPrachtzelt. Nun las der apostolische Vicar der k. k. Heere, Bischof von Diocletianopolis, J. M.Leonhard, die Feldmesse, an deren Schlüsse das Te deurn angestimmt wurde, vom Donner derArtillerie- und Infanteriesalven begleitet. Nach Beendigung des Te deums formirte sich die Caval-lerie mit der Fronte ihres ersten Treffens in perpendiculärer Richtung auf den rechten Flügeldes Grenadier-Bataillons Howiger, das zweite und dritte Treffen stellten sich parallel mit demersten; ein Gleiches bewirkten die beiden Artillerietreffen.

Die sämmtlichen anwesenden Mitglieder des Maria Theresien-Ordens, die Generalität u. s. w.reihten sich an der gegen die aufgestellten Truppen gekehrten Seite des Kaiserzeltes.

Der Kaiser hatte sich erhoben, trat nun mit dem Erzherzog Karl vor und gab ihm imAngesichte der ganzen Garnison, der Ordensritter und der hohen Generalität feierlich die Ordens-

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