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2 (1857)
Entstehung
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1338
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Öffnung an der Seite des fest verschlossenen und verrammelten Wassertliores krochder kühne Führer mit seiner Mannschaft ohne Scheu vor der herausdrohendenKanonenmündung in die Stadt, drang, militärisch geordnet, an kleineren Haufenbewaffneter Agyptier unbemerkt vorüberziehend, mit raschem Schritte in die wideralles Erwarten bereits verlassene Citadelle, und stellte die Raketen-Maschinen auf,um die Überbleibsel der in der Festung zerstreuten feindlichen Garnison, wenn sienoch Lust zur Vertheidigung hätten, so lange im Zaume zu halten, bis durch dasinzwischen von den Österreichern aufgesprengte Wasserthor Hülfe von der Flottekäme. Mittlerweile waren die Agyptier, ohne an Gegenwehr zu denken, vollendszum Landtliorc hinausgezogen, und mit Tagesanbruch des 4., dem Namenstageseines hcldcnmüthigen Vaters, pflanzte Erzherzog Friedrich, der Erste auf derFeste, die drei Paniere der siegreichen Verbündeten auf! Bei anderthalb Stundenhatte der tapfere Prinz mit seiner Marine-Infanterie die Citadelle allein gehalten,bis endlich das Detachement derMedea mit kleinen Abtheilungen Engländerund Türken herüberkam, und der Kanonendonner sämmtlicher Kriegsschiffe dievon der Tlmrmspitze herabwehenden Fahnen salutirte und den Sieg verkündete.

Wie vor Saida, wollten die Britten, weil sie mit der grössten Schiffszahl auchden Oberbefehl über das Ganze führten, vor Akkc alles allein verrichtet haben,und wurde in englischen Official-Berichten auch diesmal der österreichischen Mit-wirkung nur kurz und oberflächlich Erwähnung gethan.

Wenn fremde Eifersucht die deutschen Kriegsthaten hartnäckig ignorirt, sagtein Publicist,so muss man sich die Freiheit nehmen, diesen Fehler eigenmächtigzu verbessern, wie es der Erzherzog Friedrich schlicht und wahrheitliehend inseinem Tagebuche gethan. Die Österreicher haben, zu nicht geringer Überraschungdes Admirals S topfo r d, mit ihrerleichten Fregatten-Artillerio die 16ihnen ent-gegenstehenden feindlichen Wallgescliützc zum Schweigen gebracht, und durchvermessenen Mutlx fortgerissen, auf der Citadelle von Akke zuerst die siegreichenBanner der Alliirten aufgepflanzt.

Nach St. Jean dArces Fall ging die Eroberung Syriens rasch vorwärts; derruhmgekrönte Prinz kehrte in die Heimath zurück, und als er am 9. März 1841zum ersten Male in die k. Loge des Hofburg-Theaters trat, ward er mit endlosemJubel von dem Publicum begrüsst.

Jetzt war es eine wohlbegründete Aufgabe für den künftigen Befehlshaber derösterreichischen Marine, die Etablissements der grössten Seemacht, so wie ihrebedeutenden Männer durch eigene Anschauung kennen zu lernen. Auf derFregatteBellona, von 52 Kanonen, verliess er in Begleitung: seines treuenMentors Obersten Freiherrn von Lebzeltern und jener Officiere, welche ihm imsyrischen Kriege zur Seite gestanden, am 20. Juni 1842 die Rhede vor Pirano,ging am 21. Juli in Algier vor Anker, von da nach Gibraltar und traf am18. August zu Lissabon ein.