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schiffen unter Napier, und der türkischen Flottille unter dem Contre - AdmiralWalker Bey, englischem Sehiffs-Cajütän. Yom 11. bis 13. wurde Beirut beschossenund die Festung zerstört; der Erzherzog rückte am Morgen des letzteren Tages in dieRhede ein. Am 15. wurde ein Theil unserer Truppen debarkirt, und bezog dasLager bei Djounie; doch fehlte es sehr an einer einheitlichen Führung, und dasMissverhältniss der sich Gegenüberstehenden war in die Augen springend. DieAlliirten zählten etwa 7000 Mann, darunter 1500 Engländer und 150 Österreicher;während die ägyptische Armee in Syrien noch 60,000 Mann stark war, und zwar15,000 Mann bei Beirut, 20,000 Mann bei Akke und 35,000 Mann dienten dazu,die übrigen Gegenden im Zaume zu halten.
Nur der Unfähigkeit der feindlichen Heerführung hatte man es zu danken,dass dieses schwache Häuflein nicht sofort erdrückt oder auf ihre Schiffe zurück-getrieben wurde. Bei den Alliirten war aber weder Plan, noch Vorsorge, nochEinheit im Oberbefehle; Niemand wusste was anzufangen sei, ja selbst eine Special-Karte Syriens für Land-Operationen war nicht einmal bei der Hand, bis der Erz-herzog zufällig die Ber ghaus’schcn Blätter aus Wien erhielt.
Erst nachdem der türkische Ferik-Pascha (General) Jochmus, welchemOmer-Beg (nachmaliger Serdar Omer. Pascha) als Chef des General-Stabeszur Seite stand, dem Seriasker Izzet Mehmed Pascha als Rathgeber beigegebenwurde, kam Einheit, Leben und Bewegung in das gelandete Truppencorps.
Dem Admiral Stopford war es allerdings bald klar geworden, dass anSyriens Küste den allmählich herannahenden Winter über zu verbleiben gefähr-lich sein musste, und dass man die gelandeten Truppen allein im Lager, ohneSchutz und Zufuhr nicht lassen durfte; dies war nur rathsam, wenn man im Besitzeines festen Punctes gelangte, und die Wahl fiel auf Saida.
Commodore Napier wurde mit der Ausführung dieser Einnahme beauf-tragt und ihm auch die „Guerriera“ des Erzherzogs Friedrich zugewiesen.
Am 26. September um 11 Uhr kam der Prinz vor Saida an, wo er die engli-schen Dampfboote „Cyclops“, „Gorgon“ und „Stromboli“ mit englischen undtürkischen Landungs-Truppen fand. Die anderen Schiffe waren: das englischeLinienschiff „Thunderer“, die österreichische Fregatte „Guerriera“, 4 türkischeCorvetten nebst der englischen Brigg „Wasp“, denen der Commodore ihre Stellunganwies. Napier bezeichnete dem Erzherzog die Puncto, die er auf sein gegebenesSignal zu beschiessen habe, und ertheilte ihm dann die Weisung, ein Detachementbereit zu halten, um vereint mit den englischen Truppen, die sich auf dem „Strom-boli“ befanden, an der Südseite der Stadt zu landen und alle seine Boote zum„Stromboli“ zu senden, um diese Truppen einzubarkiren. Der Prinz bestimmteden Schiffs-Fähnrich Pöltl mit dem Cadeten Chinca und dem Guardiano Bon-callo nebst 30 mit Gewehr und Säbel bewaffneten Matrosen als Landungs-Deta-chement, das mit allen Booten der „Guerriera“ sogleich zum „Stromboli“ abfuhr.