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Andalusien ab, erliess von Andujar aus eine Proclaraation, nacli welcher die wegen politischerOesinnungen willkürlich Verhafteten freigelasscn und keine weiteren Verhaftungen mehr ohneZustimmung des französischen Commandanten stattfinden sollten, und traf am 10. August inPuerto Santa Maria ein.
Die raschen Erfolge des Herzogs waren zumeist dem Abfälle der Hauptfiihrer der Insur-genten zuzuschreiben.
Ballesteros, nachdem er Valencia aufgegeben und sich nach Granada zurückgezogenhatte und hiebei in mehreren Gefechten von Molitor geschlagen worden war, schloss mit dem-selben am 4. August bei Campillo eine Capitiilation ab, in deren Folge sich sein Corps, aus demübrigens schon vorher alle Ordnung gewichen, auflöste. — Mi na führte dagegen in Catalonicnden Gebirgskrieg mit Geschick und Ausdauer. Er bewirkte den Entsatz von Figueras, brachtemehrmals den Franzosen und den mit ihnen vereinigten Glaubenssoldaten empfindliche Nieder-lagen bei, wurde aber bei Villeila genötliigt, sich durchzuschlagen, um nach Barccllona zuentkommen, woselbst er sich einschloss. — Trotz dieser erheblichen Vortheile, welche es denFranzosen möglich gemacht hatten, ihre Streitkräfte vor Cadix zu vereinigen , trotz den ver-fallenen Werken dieser Festung und den unzureichenden Massregeln der Vcrthcidigung, dachtendie Cortes an längere Gegenwehr. Dabei stützten sich dieselben auf die etwaigen Erfolge vonMina’s Untorbefehlshaber, auf Kiego, welcher ein Eeservecorps bei Malaga befehligte, undendlich auf die Ermüdung der Franzosen vor Cadix. — Am 31. August, nachdem manunmittelbar nach der Ankunft Angouleme’s die Laufgräben eröffnet hatte, stürmten dieFranzosen die wichtigen Aussenforts, den Trocadero — auf einer Landzunge, welche den Zugangzu dem innern Hafen von Cadix vertheidigt — und das Fort Louis nach der tapfersten Gegen-wehr der Constitutionellen. Diesem Erfolge reihten sich am 20. September die Capitulation desForts S. Petri und drei Tage später die Beseliiessung der Stadt an. Während dieser Vorgängehatten die Cortes vergeblich die britische Vermittlung angerufen und eben so fruchtlos bliebdas Schreiben Ferdin and’s VII. an Angoulerne, worin der erstere, gedrängt durch seineMinister, erklärte, dass er sich in völliger Freiheit befände und demgemäss einen Waffenstill-stand verlange, um über die Friedensbedingungen zu unterhandeln. Da endlich, nachdem manunmittelbar nach der Beseliiessung alle Vorbereitungen zum Sturme getroffen und Angoulemedie Erklärung abgegeben, „dass er nicht eher an des Königs freien Willen glaube, als bisdieser sich unter dem Schutze der französischen Waffen befände“, nachdem ferner von demHerzog sechs Stunden Zeit zur Übergabe von Cadix gewährt und in Folge dessen ein Aufruhrin den Strassen von Valdey niedergeschlagen worden war, wurde der König von den Cortesfreigelasscn, um möglichst günstige Bedingungen zu erhalten. Eine Proelamation Ferdinand’s,bei der es zweifelhaft bleibt, ob sie echt oder unterschoben war, beschwichtigte die durch dieVerfassungswirren sehr compromittirten Milizen, welche sich gegen die Freilassung des Königsauflehnten, Cadix aber wurde am 3. und 4. October von den Franzosen besetzt, von wo alleSchuldbewussten, über 600 Personen, nach Gibraltar flüchteten. Der König vmr von Angoulemefeierlich empfangen worden und hatte denselben zum Fürsten von Trocadero errfannt. Später-hin erfuhr Angoulöme wiederholte Auszeichnung in den zahlreichen'Orden, welche ihm inAnerkennung seiner bei der spanischen Expedition dem monarchischen Principe geleistetenDienste verliehen wurden.
Mit der Freilassung des Königs Ferdinand war die Aufgabe Angouleme’s zu Ende;er verliess die Armee und kehrte nach Paris zurück. Hier lebte Angouleme, ohne wesentlichenAntlieil an den Kegierungsgeschäften zu nehmen, bis zur Juli-Eevolution und entsagte dann