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In Folge der oben erwähnten Beschlüsse des Congresses von Verona sah sich das Ministe-rium Yillele genöthigt, eine Armee nach Spanien zu schicken, um den von den Cortesverworfenen Antrag in Ausführung zu bringen. Über diese Armee erhielt Angouleme denOberbefehl.
Die aus fünf Corps (Marschall Ou din ot, General M o 1 ito r, Fürst Hohenlohe, MarschallMonoey, General Bo r des ou Ile) bestehende Armee, zu welcher späterhin das 10,000 Mannstarke spanische Glaubensheer (Feotas) trat, zerfiel in zwei Hauptabtheilungen: der West- undOstpyrenäen-Armee; von denen die crstcro unter des Herzogs Führung, die letztere unter derdes Marschalls Moneey stand. General-Lieutenant Guilleminot war Chef des General-Stabes.Nach vorausgegangener Proclamation Angoulemo’s überschritten am 1. April 1823 beide Armeendie Grenze Spaniens. Der Marsch der 'Westpyrenäen-Armee war dabei gegen Victoria, respectivoMadrid gerichtet, -während die Ostpyrenäen-Armee in Catalonien eindrang. Die entgegenstehendenStreitkräfte der Constitutionellen (deren Stärke von einigen zu GS,Ü00, von anderen nur zu 36,000Mann angegeben wird) waren von den Generalen Mina in Catalonien, Ballesteros bei Siguenza,O’Donel Graf Abisbal bei Madrid und Marillo in Gallicien befehligt, und sollten ihre Verbin-dung durch Guerilla’s unterhalten. Bei dem Zwiespalt und den zweideutigen politischen Gesinnun-gen, welche unter der Mehrheit dieser Generale herrschten, ferner bei dom Mangel aller Unterstützungvon Seite des durch den Hass der Geistlichkeit gegen die constitutionelle Regierungsform aufge-staclielten Volkes, leistete man dem .Vordringen der Franzosen nirgends, mit Ausnahme in Cata-lonien, einen erheblichen Widerstand, und dies zwar um so weniger, als überall von der fran-zösischen Armee, neben barer Vergütung der Bedürfnisse, ein tadelloses Betragen beobachtetwurde. Ballesteros zog sich nach dem Marsche A n gou leme's gegen den Ebro über Saragossanach Valencia zurück, schwache Abthcilungon der Westpyrenäen - Armee berannten dagegen diefesten Plätze San Sebastian, Santander, Pampclona und andere, während Angouleme, inErwartung der weiteren Begebenheiten auf anderen Puncten Spaniens , etwa einen Monat langam Ebro Halt machte, nachdem er bereits am 17. April sein Hauptquartier in Victoria genom-men hatte. Während dieser Vorgänge waren von dem Grafen Abisbal in Madrid aus Verrathalle Vorkehrungen zum Widerstande versäumt worden, das Commando seiner Truppen ging, daer hierauf offen die Partie der Franzosen ergriff, an General Castei de los Rios über; dieseraber zog sich mit seiner geringen Streitmacht nach Estremadura zurück. Am 24. Mai nahmAngouleme ohne Sclnvertschlag Madrid in Besitz, erliess eine der früheren ähnliche Procla-mation, setzte eine bleibende Regentschaft ein, entsendete seine Avantgarde zur Verfolgung desGenerals Castel de los Rios und Iiess durch General Guilleminot zwei mobile Colonnenunter den Generalen Bourmont und Bordesou Ile organisiren, um, mit den royalistischenBanden der Manclia vereint, in Eilmärschen über die Sierra Morena gegen Sevilla vorzudringen,hier die Cortes aus einander zu sprengen und den König Ferdinand VII. zu befreien.
Am 11. Juni zwangen die Cortes denselben zur Abreise nach Cadix, bildeten aber vorhereine Regentschaft, welche bis zur Ankunft des Königs daselbst die vollziehende Gewalt bekleidensollte. Die Generale Bourmont und Bordesoulle stiessen nirgends auf einen erheblichenWiderstand und kamen mit 17,000 Mann in Puerto Santa Maria, Cadix gegenüber an, in welch’letzterer Stadt Valdez 15,000 Mann befehligte und woselbst der König bereits wieder die höchsteGewalt scheinbar erhalten hatte. Die genannten Generale, deren Truppenstärke bald bis zu30,000 Mann anwuchs , schlossen nun Cadix zu Lande ein, während eine französische Flottevon 2!) Segeln unter Concre-Admiral Hamelin, dem später Contre-Admiral Duperre folgte,dies von der Seeseite that. Der Herzog von Angouleme ging am 2S. Juli von Madrid nach