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2 (1857)
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einen würdigen Gegner. Später ward er Commandant des 4. Armceeorps, welches einen Tlicilder Nord-Armee bildete, kämpfte bei Grossbeeren am 2S. August, wies sechs Angriffe desFeindes mit grosser Unerschrockenheit zurück und trug sowohl hier, wie auch in der Schlacht beiDenncwitz wesentlich zum Siege bei. Hierauf führte er den Oberbefehl vor den belagerten Festun-gen Torgau, Wittenberg und Magdeburg; Torgau fiel nach tapferer Yertheidigung am10. Jänner 1814, Wittenberg wurde in der Nacht vom 12. zum 13. Jänner 1814 mit stürmenderHand genommen und verschaffte dem Grafen Tauentzien die ehrenvolle Beilegung dos Prä-dicates Wittenberg.

Magdeburg fiel nach Napoleons Sturz, Und die preussischen Truppen hielten am 24. Maidaselbst ihren Einzug. Der König ernannte Tauentzien zum General der Infanterie und KaiserFranz verlieh ihm nachträglich über sein Ansuchen mit Handbillet aus Mailand vom 14. Februar181G das Commandourkreuz des Maria Theresien-Ordens.

Nach dem zweiten Pariser Frieden erhielt der Graf das Genoral-Commando in Brandenburgund Pommern, welches später in den Oberbefehl dos 3. Armeecorps umgeschaffen wurde.

Tauentzien starb am 26. Februar 1824.

K I f T E E.

FOLLIOT von Crcnnevillo, Ludwig Karl Graf, General der Cavalierie,geheimer Katli und Kämmerer, Inhaber des 2. Kürassier-Regiments, einem nor-mannischen ritterlichen Geschlechte entsprossen, war am 3. Juli 1763 zu Metzgeboren. Frühzeitig trat er in die Militärschule von Pont ä Mousson, später wegenAuszeichnung in jene von Paris, und schon im 15. Jahre als Eleve in die könig-lich französische Marine, in welcher er bis 1791 sehr ehrenvoll diente, zumSchiffslieutenant mit Majorsrang vorrücktc und fast ununterbrochen beinahe alleMeere durchkreuzte, alle Welttheilo besuchte. Nach Verhaftung Ludwigs XVI.emigrirte Crenncville und machte den Feldzug 1792 unter den französischenPrinzen im Corps Royal de la Marino mit.

Im April 1793 trat er als Cadet bei Kaiser Chovauxlegers in österreichischeDienste, ward 1794 Unterlieutenant, dann dem Gcncral-Quartiermeistcrstabczugetheilt, wo er sich in den Schlachten von Schliengcn und Würzburg aus-zcichncte, zum Obcrlicutcnant im Corps, 1797 zum llauptmanne vorrückte undmit der Leitung der Einschiffung und Fahrt der zur Einnahme von Istrien undDalmatien bestimmten Truppen beauftragt wurde.

Im Jahre 1798 der Sendung des Prinzen Ferdinand von Württemberg nachPetersburg zugetheilt, ward er bei der Rückkehr Major und dessen Flügel-Adju-tant, und begleitete ihn auf einer zweiten Sendung eben dahin im Jahre 1799.Auf dringendes Ritten bei Beginn des Feldzuges 1800 zu Coburg-Dragoner cingc-thcilt, rückto er noch in demselben Jahre zum Oberst-Lieutenant, und dann zumObersten und Commandanten vor, bei dessen Auflösung aber in Folge des Friedenswurde er General-Adjutant des Erzherzogs Karl und Chef des Marine-I)cpar(c-