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Als im .Jalire 1813 die Krieg'sfackel erneuert entbrannte, wurde ihm dieschwierige Aufgabe der Eroberung von Dalmatien zu Tlioil. Ungeachtet ihmnur sehr geringe IHilfsmittel zu Gebote standen, so löste Tomassich dennochdiese Aufgabe in kurzer Zeit zur höchsten Zufriedenheit, indem er alle französi-schen Truppen, die drei Generale an ihrer Spitze hatten, als Kriegsgefangene nachItalien abschiekte. Für die dabei bewiesene militärische Einsicht und insbesonderefür die Verdienste, die sich Tomassich durch die Einnahme vonZara nach einerfünfwochentlichen Belagerung (vom 1. November bis G.December) erwarb, begna-digte ihn der Kaiser durch Ilandbillet aus Freiburg vom 26. December 1813 mitdem Commandeurkrouze und der Feldinarsehall-Lieutcnantswürde.
Nur seiner Klugheit und Mässigung, unterstützt durch die einsichtsvolle Thä-tigkeit des ihm untergeordneten Genoral-Majors von Milutinovich, konnte csgelingen, dem kaiserlichen Scepter ein Land in Kurzem zu unterwerfen, in demnicht nur die in den festen Puncten verlegten französischen Truppen zu bekämpfen,sondern auch die bewaffneten und kriegerischen Bewohner des Landes zu gewin-nen und ausserdem die in den Bocclie di Cattaro sich festgesetzten Montenegrinerzu vertreiben waren.
Der Kaiser übertrug ihm, in Anerkennung des an den Tag gelegten umsich-tigen Benehmens, die Verwaltung des eroberten Landes, in dem er achtzehn Jahredurch Ruhe, Mässigung, Versöhnungsgabe und Wohlthätigkeitssinn nach bestenKräften wirkte und kein anderes Streben kannte, als sich des Vertrauens seinesMonarchen würdig zu machen und die Liebe der Bewohner zu gewinnen. Diesesprach sich auch bei zwei Anlässen auf eine rührende Art aus, dass das Andenkendavon in Dalmatien nie erlöschen wird; wir meinen am 4. April 1831, als er seinfünfzigjähriges Dienst-Jubiläum feierte, und am 12. August desselben Jahres, daer ein Eigenthum des Grabes geworden.
Dem vortrefflichen Soldaten war es nicht vergönnt, die letzte Anerkennungseines Kaisers, der ihn kurze Zeit vor dem Ilinscheiden mit dem Orden der eisernenKrone 1. Classe schmückte, zu erleben.
WILSON, Sir Robert Th omas, königlich grossbritannischer General-Lieutenant, hatte sichschon im Feldzuge 1794 in dem Treffen bei Cateau am 24. April als Lieutenant des 15. Dragoner-Regiments so hervorgethan, dass ihm mit mehreren seiner Kameraden das Ritterkreuz desMaria Tlieresien-Ordens verliehen wurde (s. 64. Promotion). Im Jahre 1799 diente er unter demHerzoge von York in Holland und folgte dann als Major Abercrombie nach Ägypten; von dakam er nach Brasilien, nahm an der Eroberung des Caps Antheil und errichtete 1808 in Portugaldie Iusitanische Legion. Den Feldzug 1812 gegen Napoleon machte er in Kutusow’s General-Stab mit, und ward hierauf als accreditirter General der grossbritannischen Regierung in dasHauptquartier des Generalissimus der verbündeten Heere befehligt. An der Seite des FürstenSchwarzenberg zeichnete sich Wilson im Verlaufe dieses Krieges, insbesondere in derSchlacht bei Leipzig durch rastlose Thätigkeit und persönliche Tapferkeit aus, und nahm an