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2 (1857)
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1075
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die Monarchen in dem von ihnen angenommenen Gange verharren. Die Stadt Chatilion surSeine wurde zum Beliufe der Verhandlungen auserkoren und neutral erklärt. Allein auch hierscheiterten die friedfertigen Absichten der verbündeten Mächte, und selbst das demselbenZwecke zugewendete Streben des die Stimme des Landes treu vertretenden französischenBevollmächtigten an dem starren Willen Napoleons. Die Verhandlungen in Cluitillon löstensich in Dunst auf und dienten nur dazu, die Grösse der Kluft ersichtlich zu machen, welchezwischen den Begriffen der verbündeten Monarchen und ihrer Cabinette und jenen des Kaisersder Franzosen über die Wesenheit eines Dauer bietenden Friedens lag. Nach dem Gefechte beiArcis sur Aube (21. und 22. März) verkündete ein Tagesbefehl des Feldmarschalls Fürsten vonSchwarzenberg die Auflösung der Verhandlungen von Chätillon. Am 1. März hatten unter-dessen zu Chaumont die Höfe von Österreich, Grossbritannien, Preussen und Russland einenVertrag geschlossen, welcher die Aufrechthaltung des Gleichgewichtes unter den Mächten unddie Sicherung des auf dieser Grundlage abzuschliessenden Friedens auf die Dauer von 20 Jahrenzum Zwecke hatte.

So nahte die Stunde der endlichen Lösung des grossen Kampfes mit Riesenschritten.Es brach nämlich Napoleon auf einmal die mit abwechselndem Glücke in den Ebenender Champagne geführten Gefechte ab und nahm die Richtung nach Osten. Er hatte hiebeioffenbar den Zweck, sich vereint mit den Garnisonen der in dieser Richtung liegendenfesten Plätze auf die Communicationslinie des kaiserlich österreichischen Heeres und der süd-deutschen Armeecorps zu werfen und hiedurch die ihm in der Flanke stehenden Armeen zumRückzuge gegen den Rhein zu bewegen. Allein Feldmarschall Fürst von Schwarzenbergund die in dessen Hauptquartier befindlichen Monarchen Hessen sich durch diese Bewegung desFeindes nicht schrecken.

Durch den Zug gegen St. Dizier hatte Napoleon den verbündeten Heeren den kurzenWeg nach Paris preisgegeben und die Vereinigung der auf der Seine und der Marne bishergetrennt wirkenden Abtheilungen dieser Heere ermöglicht. Auch traten dieselben ohne Zeitver-lust vereint den Marsch gegen die Hauptstadt an, welche nur mehr durch zwei französischeCorps unter den Befehlen der Marschälle Marmont und Mortier gedeckt war. Als der KaiserNapoleon die Überzeugung gewann, dass, statt ihm auf dem Fusse zu folgen, die Hauptmachtder Alliirten sich gegen Paris gewendet hatte, kehrte er in Eilmärschen auf dem linken Ufer derAube und der Seine über Sens in der Richtung nach Paris zu um.

Das Schicksal hatte aber, als er Fontainebleau erreichte, bereits seinen Ausspruch gefällt.Am 28. März hatte die ICaiserinn-Regentinn Maria Louise mit den Ministerien Paris verlassenund sich nach Orleans zurückgezogen.

Nach heftigen aber nutzlosen Gefechten vor den Linien und nach der Erstürmung der Parisdominirenden Positionen capitulirte die Stadt am 30. März. An der Spitze der verbündetenHeeresmassen hielten am 31. der Kaiser Alexander, der König Friedrich Wilhelm undder oberste Befehlshaber Feldmarschall Fürst von Schwarzenberg ihren feierlichen Einzugin die französische Hauptstadt.

Als in Folge des unerwarteten Aufgebens der Schlacht bei Arcis sur Aube durch denKaiser Napoleon (22. März) und dessen Zuges in der östlichen Richtung Feldmarschall Fürstvon Schwarzenberg den nun frei gewordenen Weg nach Paris oinschlug, befanden sich derKaiser Franz und die Cabinets-Chefs der verbündeten Mächte zu Bar sur Aube und von demrasch gegen die Hauptstadt vordringenden Heere getrennt. Sie zogen sich sonach von dort nachUijon zurück. Nicht volle vier und zwanzig Stunden, nachdem der Kaiser Bar verlassen hatte,

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