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in die Armee, da er als neunzehnjähriger Jüngling eine Fälmriehstelle bei UlrichKinsky-Infanterie Nr. 36 erhielt und diese in -wenigen Jahren mit der Ober-lieutenants-Chargc im General-Stabe vertauschte. Eine tödliche Wunde, welchederselbe im Treffen bei Osterach 1799 erhalten, nöthigtc ihn als llauptmann inden Ruhestand zu treten. In einigen Jahren erholte er sich und konnte den Feld-zug 1805 mitmachen, vcrliess aber im März 1806 als Major wieder die Dienste.
Im Jahre 1809 war Oberst-Lieutenant Itosznor als Chef des General-Stabesden in Sachsen cingerlickten kaiserlichen Truppen unter General Am Ende bei-gegeben. Er entwarf die Pläne zum Einmärsche nach Sachsen und zu dem in derFolge stattgehabten glücklichen Angriffe auf Lützen. Als sich Am Ende bei derSchwäche seines Corps, durch den König von Westphalen gedrängt, veranlasstsah, Dresden und Sachsen zu räumen und nach einigen unbedeutenden Gefechtenbis an die böhmische Grenze zurückzuziehen, erhielt Feldmarschall-LieutenantK i e n m a y e r über diese und die Abtheilung des General-Majors R a d i v o j e v i c h —welche einen Streifzug in das ßaireuthische unternommen hatte — den Ober-befehl des daraus formirten 11. Armeecorps, und der Oberst-Lieutenant Rosznerwurde in seiner Eigenschaft bestätigt. Es galt vor Allem: Sicherung der FestungTheresienstadt und Abwehrung des Feindes von Böhmen. Kienmayer erreichtediesen Zweck, indem er den Feind zu täuschen wusste. Während er selbst nachBaireuth vorauseilte, um sich mit Radivojevich zu vereinigen, übergibt erdem Oberst-Lieutenant Roszner die Führung einer Abtheilung, bestehend aus1 Bataillon Erbach, 3 Landwehr-Bataillonen, 1 Compagnie Jäger, 1 SchwadronSchwarzenberg-Uhlanen, den braunschweigischen und hessischen Truppen mit derWeisung, über Steinichen, Chemnitz und Zwickau zu marschiren. Roszner ent-spricht diesem Aufträge, indem er den Feind, der beiWaldheim lagert, zu beschäf-tigen weiss, so vollkommen, dass er am 4. Juli zu Plauen mit Kienmayerund dem Corps zusammentrifft. Als dieser General hierauf die Vereinigung J unot’smit dem Könige von Westphalen zu verhindern sucht und am 8. Juli vor Tages-anbruch von Helmbrecht über Münchberg nach Gefreed eilt, findet er denGeneral Radivojevich im Kampfe mit dem Feinde. Er lässt sogleich aus einemTheil seiner angekommenen Truppen eine Colonne formiren, welche unter demCommando des Oberst-Lieutenants Roszner dem Feinde in die linke Flankefallen soll, während Kienmayer selbst denselben in der Fronte an greift. Rosz-ner kommt durch eine geschickte Wendung dem Gegner in den Rücken, zwingtihn zur schnellen Flucht und nöthigt ihn durch seine Entschlossenheit den Hohlwegbei Neudorf mit Verlust von 200 Verwundeten zu verlassen. Junot flieht überBaireuth bis nach Amberg. Die Resultate dieses Gefechtes waren der Besitz vonBaireuth und Franken, und die Freiheit dem Könige von Westphalen, der imRücken des Armeecorps von Dresden über Schieiz vordrang, ungehindert entgegen-gehen zu können. Der König wird auch am 12. Juli von Kienmayer bei Plauen