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Hauptquartiere alle auf Märsche, Bewegungen, Unterhalt und Mannszucht Bezug habendenAnordnungen erleichterte. Jedes Corps hatte seinen commandirenden General, seinen General-Stab, seinen Artillerie-Chef, seine Commissäre u. s. w.
Diese Armee-Corps waren im Ganzen zu schwach an Cavallerie, welche während derKriegsjahre 1805 bis 1809 beträchtlich vermindert worden. Die Eintheilung der Armee in ab-gesonderte Corps hinderte übrigens nicht, dem einen oder dem andern mehr oder wenigerCavallerie, je nachdem es das Terrain erforderte, zuzutheilen.
Diese neue Organisation hatte den Yortheil grösserer Beweglichkeit und grösserer Schnel-ligkeit gewährt, sie verlangte aber auch einen vollkommenen Verein in den wechselseitigenAnsichten der Generale und Chefs der General-Stäbe, und es wäre, um diese sicherer zu errei-chen, sagt General von S tutte rheim, wünschenswerth gewesen, die Organisirung hätte schonzur Zeit des Friedens zu Stande gebracht werden können, damit durch längere Übungen zwischenden einzelnen Corps und der ganzen Armee dasselbe innige Yerhältniss entstanden wäre, wie eszwischen den einzelnen Bataillonen und ihrem Regimente Statt fand. Die veranschlagteStärke der österreichischen Armee war folgende. Sie zählte 46 deutsche, 15 ungarische,2 Garnisons-, 17 Grenz-Regimenter und 9 Jäger-Bataillone, im Ganzen 279,372 Mann Infanterie,— welche Zahl jedoch beim Anfänge der Feindseligkeiten noch nicht erreicht war — so wie 11,172Mann schwere und 25,032 Mann leichte Cavallerie, ohne dass jedoch der ausrückende Stand dieserbestimmten Zahl wirklich entsprach, im Ganzen, wie gesagt 302,869 Mann Infanterie und32,799 Pferde.
Der kaiserliche Bruder übertrug dem durch seine Kriegserfahrung in ganz Europa bewun-derten Erzherzog Karl, mit der 'Würde eines Generalissimus, den Oberbefehl mit denausgedehntesten Vollmachten.
Die operirende Armee war in 9 Armee- und 2 Reserve-Corps eingetheilt, und zwar:
1. Armee-Corps,
General der Cavallerie Graf Bellegarde,
27 Bataillone,
16
Schwadronen;
2.
n
p
Feldzeugmeister Graf Kolo wrat,
27
p
16
p
3.
n
p
Feldmarschall-Lieutenant Fst. Hohenzollern,
28
p
16
p
4.
n
p
„ „ Fst. Rosenb erg,
27
p
16
p
5.
n
p
F.M.L.Erzh. Ludwig, später F.Z.M.Fst. Reuss,
28
p
16
p
6.
n
p
Feldmarschall-Lieutenant Freiherr von Hiiler,
31
p
24
P
7.
p
n
Gen. d. Cavall. Erzh. Ferdinand d’Este,
25
rt
44
Yt
8.
p
p
Feidmarschall-Lieütenant Marquis Chasteler,
23
p
16
p
9.
p
p
„ „ Ignaz Graf Gyulay,
30
rt
28
p
I.
Reserve-
p
General d. Cavall. Fst. Joh. Liechtenstein,
12
p
36
p
2.
n
p
Feldmarschall-Lieut. Freih. v. Kienmayer,
5
p
24
n
Nach dem ersten Operationsplane, welchen der damalige General-Quartiermeister GeneralMayer entworfen hatte, und wobei die Hauptabsicht zu Grunde lag, gegen die Armee desMarschalls Herzogs von Auerstädt zu marschiren, um sie zu schlagen, bevor eine neue fran-zösische Armee den Rhein überschreiten würde, — sollte, mit Rücksicht auf alle möglichen, vondem Herzoge von Auerstädt bei Eröffnung des Feldzuges zu nehmenden Stellungen, dieösterreichische Armee so vereinigt werden, dass sie überall auf der kürzesten Linie gegen dieStellung vorrücken konnte, welche eine französische Rheinarmee nehmen würde. Als geeignetsteBasis für die österreichische Hauptarmee erschien eine Central-Aufstellung in Böhmen zwischenElbe, Eger, Moldau, Wattawa und Böhmerwald, von welcher Basis aus sie ihre Operationennach allen Richtungen zwischen Donau und Main, oder Main und Elbe leiten könnte. Der