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3 Munitionswägen eroberten und den Feind aus dem Walde vertrieben. Del Iliofasste auf einer Anhöhe im Freien Posto. Hier gewahrte er die feindlichen Colonnendes linken Flügels im Rückzuge und wie sich die aus dem Walde vertriebene Abthei-lung an dieselben anschloss. Gleichzeitig hörte er links gegen die Mitte des Waldeszu Geplänkel, dass sich immer mehr näherte und vermuthen liess, der Feind werdedurch die Bataillone, w'elclie in der Front angegriffen, gedrückt. Die Kenntniss vonder Gegend und die Entschlossenheit seiner braven Mannschaft bestimmten ihn einenCoup auf die aus dem Walde sich zurückziehenden Franzosen zu unternehmen. Erschlich mit seinem Commando durch das Getreide gegen die rückwärtige Seite desWaldes, stellte hie und da im Dickicht der Gegend, wo geplänkelt wurde, einzelnekleine Posten auf, besetzte die zwei Ausgänge des Waldes mit je 30 Mann underwartete das Ende des Kampfes mit Geistesgegenwart. Das Geplänkel liess nach,des Feindes Ilaupttruppe näherte sich einem Hohlwege, der einen der beiden Aus-gänge des Waldes bildete, indessen die einzelnen Posten sich in Verfassung setzten.Del Rio konnte des Hohlweges wegen die Stärke seines Gegners nicht abnehmenund schlich sich mit dem Gemeinen Sottonicza von Jellachich-Infantcrie so naheals möglich zum Walde, während er die einzelnen Posten anwies, in ZwischenräumenSchüsse von verschiedenen Seiten aus dem Dickicht fallen zu lassen. Eine feindlicheVedette, welche Del Rio erreichte, gab Feuer und drang mit dem Bajonete auf ihnein, ward aber durch Sattonicza unschädlich gemacht. In diesem Augenblickebemerkte Del Rio den feindlichen Commandantcn Oberst Fancsy zu Pferde undrief ihm zu: sich zu ergeben, daj oder Rückzug abgeschnitten sei. Eine Dechargc derFranzosen erfolgte als Antwort. Del Rio eilte zu seiner Mannschaft und liess anmehreren noch entfernteren Orten zugleich einzelne Schüsse abfeuern, und dasFeuer nach und nach verstärken, um den Feind irre zu führen und auf die Ver-muthung zu bringen, dass er Unterstiizung erhalten habe. Als der Lieutenant seinenAntrag mit Drohungen erneuerte und von allen Seiten ein lebhaftes Feuer wieder-hallte, streckte der aus der Fassung gebrachte Feind das Gewehr im Walde undDel Rio liess die Gefangenen ins Freie treten. Sie zählten den erwähnten Com-mandanten Oberst Fanesy, 62 Officiere und 1746 Mann mit 4 Kanonen. Diesenamhafte Zahl würde auch ohne Waffen den Beherztesten in Del Rio’s Lagein nicht geringe Verlegenheit um die Abführung gebracht haben. Allein sein Muthverliess ihn keinen Moment, trotzdem er sich in der Berechnung der Stärke desFeindes über alles Wahrscheinliche geirrt hatte, und nun plötzlich die langen Zügevon Gefangenen sich bilden sah. In der That hing es nur von einem unseligenmöglichen Ruf eines Einzigen ab, um alle zur Wiederergreifung der Waffen zubereden, wovon in dem Auge jedes Feindes der brennende Wille und die Enttäu-schung zu lesen war, als sie die 130 Bezwinger erblickten. Mit derselben Geistes-gegenwart, mit der Del Rio die Unternehmung begonnen, führte er sie auch zuEnde. Seine Leute mit gespanntem Hahne zweckdienlich vertheilt, der Person des